Die Barrick Gold Aktie verzeichnete am Freitag einen Kurssturz von über 12 Prozent. Auslöser war ein unerwarteter Rückgang des Goldpreises, nachdem die US-Regierung Kevin Warsh als neuen Fed-Chef nominierte. Die Anleger werteten die Personalie als Signal für eine stabilere Geldpolitik – und reduzierten ihre Absicherungspositionen in Gold.

Goldpreis-Schock belastet Minenwerte

Der Kurseinbruch bei Barrick hatte keine unternehmensspezifischen Gründe. Vielmehr brach der Goldpreis deutlich ein, nachdem Warsh als Nachfolger für den Vorsitz der Federal Reserve vorgeschlagen wurde. Die Märkte sehen in ihm einen Vertreter der traditionellen Geldpolitik, der die Unabhängigkeit der Notenbank bewahren wird. Die Sorgen vor monetären Verwerfungen ließen dadurch nach.

Gold gilt als Inflationsschutz und Absicherung gegen Währungsschwäche. In den vorangegangenen zwölf Monaten war der Preis um rund 75 Prozent gestiegen. Die Entspannung auf politischer Ebene führte nun zu Gewinnmitnahmen bei Edelmetallen – mit direkten Folgen für Minenbetreiber wie Barrick. Das Handelsvolumen lag mit 31,15 Millionen Aktien um 91 Prozent über dem Tagesdurchschnitt.

Starke Quartalszahlen erwartet

Am 5. Februar steht die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 an. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,89 US-Dollar – das entspräche einem Anstieg von 93,5 Prozent im Jahresvergleich. Die Umsatzprognose liegt bei 4,78 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 31,1 Prozent.

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Im dritten Quartal hatte Barrick die Erwartungen bereits leicht übertroffen und einen Gewinn je Aktie von 0,58 US-Dollar ausgewiesen. Das Unternehmen profitierte über weite Strecken des Jahres von hohen Goldpreisen.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des jüngsten Kursrückgangs sehen Analysten weiteres Potenzial. JPMorgan startete die Coverage mit "Overweight" und einem Kursziel von 68 US-Dollar. Der Konsens liegt bei 51,33 US-Dollar, während 18 Analysten die Aktie mit "Buy" bewerten.

Die DZ Bank stufte Barrick Mitte Januar auf "Strong Buy" hoch. Im Fokus der Analysten stehen vor allem die strategischen Projekte: die Erweiterung der Lumwana-Kupfermine in Sambia und das Reko-Diq-Vorhaben in Pakistan. Barrick baut sein Portfolio gezielt in Richtung Kupfer aus, um die Abhängigkeit vom Goldpreis zu verringern.

Entscheidende Woche voraus

Die Quartalszahlen am 5. Februar werden zeigen, wie stark Barrick vom hohen Goldpreisniveau im vierten Quartal profitieren konnte. Operative Updates zu den Kupferprojekten dürften ebenfalls im Mittelpunkt stehen. Kurzfristig bleibt die Volatilität am Goldmarkt der dominierende Faktor für den Aktienkurs.

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