UniCredit Aktie: Widerstand gegen Millionen-Paket
UniCredit steuert auf einen Konflikt mit seinen Anteilseignern zu. Wenige Tage vor der Hauptversammlung am 31. März hat der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS eine klare Empfehlung ausgesprochen: Die Aktionäre sollen gegen den Vergütungsbericht stimmen. Im Zentrum der Kritik steht die Entlohnung von CEO Andrea Orcel.
Kritik an Bonus-Berechnung
ISS bemängelt vor allem die Struktur der variablen Vergütung für das vergangene Geschäftsjahr. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Bank soll die Basis für die Boni rückwirkend erhöht haben, indem Posten wie Sozialversicherungsbeiträge und Abfindungen eingerechnet wurden, die üblicherweise exkludiert sind. Nach Berechnungen der Experten erreicht die Gesamtvergütung für Orcel so eine Summe von rund 38 Millionen Euro.
Ein wesentlicher Teil dieser Summe ist an aufgeschobene Komponenten geknüpft, die über den Zeitraum von 2023 bis 2025 fällig werden. Laut ISS stiegen diese Zahlungen nach Leistungsbewertungen um 30 % an, was ohne ausreichend strenge Kriterien für die langfristigen Anreize erfolgt sei.
Strategische Vorbehalte
Neben dem Vergütungsbericht rät ISS zudem dazu, die geplante Ausgabe neuer Aktien für das Bonus-System aus dem Jahr 2022 abzulehnen. Zwar erkennt der Berater an, dass die Vergütungspolitik für das Jahr 2026 bereits Verbesserungen aufweist, doch die Unregelmäßigkeiten in der aktuellen Abrechnung überwiegen in der Bewertung.
Die starke finanzielle Performance der Bank und die attraktiven Rückzahlungen an die Aktionäre mildern die Bedenken der Analysten nur teilweise ab. Die Intransparenz bei der Berechnung der variablen Anteile bleibt der entscheidende Streitpunkt.
Marktlage und Hauptversammlung
An der Börse spiegelt sich die Verunsicherung der letzten Wochen wider. Die Aktie verlor innerhalb der vergangenen 30 Tage rund 18 % an Wert und notiert mit 60,61 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 78,64 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 32,7 nähert sich das Papier jedoch technisch gesehen einer überverkauften Zone.
Die Entscheidung über den weiteren Kurs in der Vergütungsfrage fällt am kommenden Dienstag, den 31. März. Sollten die institutionellen Anleger der Empfehlung von ISS folgen, stünde das Management vor der Herausforderung, die Bonus-Struktur für das laufende Jahr grundlegend zu überarbeiten. Ein negatives Votum wäre ein deutliches Signal gegen die aktuelle Gehaltspraxis der Mailänder Großbank.
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