Die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft greifen zu einer historischen Maßnahme, um sich gegen das schwierige geopolitische Umfeld zu stemmen. Mit geplanten Aktienrückkäufen in Höhe von fast 55 Milliarden Euro stützen die DAX-Konzerne den heimischen Markt. Diese massive Kapitalmaßnahme hilft Anlegern aktuell, die anhaltenden Sorgen um den Nahost-Konflikt zeitweise auszublenden.

Milliarden für die Kurspflege

Mehr als die Hälfte der 40 DAX-Unternehmen plant derzeit, eigene Anteilsscheine vom Markt zu nehmen oder führt dies bereits durch. Allein im laufenden Jahr dürfte das Volumen bei rund 26 Milliarden Euro liegen. An der Spitze stehen Konzerne wie SAP mit einem Zehn-Milliarden-Programm sowie die Deutsche Post, Siemens und Siemens Energy mit jeweils sechs Milliarden Euro.

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Diese Käufe verknappen das Angebot an Aktien und wirken als starker Puffer in einem von hoher Volatilität geprägten Umfeld. Angetrieben von dieser Unterstützung übersprang der Index am Freitagvormittag die psychologisch wichtige Marke von 23.000 Punkten und konnte sich damit spürbar von seinen jüngsten Tiefständen lösen.

Geopolitik bremst Euphorie

Allerdings bleibt das fundamentale Bild fragil. Nachdem der Iran direkte US-Friedensgespräche über pakistanische Vermittler abgelehnt hat, rücken die Risiken für die Weltwirtschaft umgehend wieder in den Vordergrund. Die Sorge vor einer anhaltenden Blockade der Straße von Hormus trieb den Preis für Brent-Rohöl auf über 108 US-Dollar pro Barrel.

Solche steigenden Energiekosten belasten die Konjunkturaussichten spürbar. Auch das ifo-Institut sieht die erhoffte wirtschaftliche Erholung durch den Krieg vorerst gestoppt. Diese anhaltende Belastung zeigt sich deutlich in der übergeordneten Bilanz: Seit Jahresanfang verzeichnet der Leitindex weiterhin ein Minus von 7,53 Prozent.

Für eine nachhaltige technische Aufhellung muss der DAX das Niveau oberhalb von 23.000 Punkten nun zwingend per Schlusskurs verteidigen. Gelingt die Etablierung über dieser Zone, rückt der nächste Widerstand bei 23.476 Punkten ins Visier. Fällt der Index hingegen unter dem Druck steigender Ölpreise wieder zurück, droht ein rascher Test der charttechnischen Unterstützung bei 22.300 Punkten.

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