UBS Aktie: Streit eskaliert
Die Schweizer Großbank UBS steuert auf eine Woche der Wahrheit zu. Während in Bern der politische Druck bezüglich massiv verschärfter Kapitalvorgaben zunimmt, kämpft die Aktie mit einer deutlichen Korrektur. Anleger müssen sich nun entscheiden: Überwiegen die operativen Chancen durch Krypto-Pläne und Quartalszahlen oder bremst die Regulierungswut den Bankenriesen dauerhaft aus?
Das Wichtigste auf einen Blick:
* Kapitalstreit: Regierung fordert rund 23 Mrd. USD zusätzliche Mittel.
* Kursreaktion: Minus 21,42 % in den letzten 30 Tagen.
* Quartalszahlen: Bericht folgt am 4. Februar 2026.
* Expansion: Handel mit Bitcoin und Ethereum für Kunden geplant.
Regierung lehnt Kompromisse ab
Der Hauptgrund für die jüngste Nervosität am Markt ist die harte Haltung der Schweizer Regierung. Einem Bericht von Bloomberg zufolge bereitet Bern einen Gesetzesentwurf vor, der die UBS zwingen würde, ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit Kapital zu unterlegen. Diese Maßnahme würde die Eigenkapitalanforderungen um geschätzte 23 Milliarden US-Dollar in die Höhe treiben – eine enorme Summe, selbst bei einer geplanten Umsetzungsfrist von sieben Jahren.
Finanzministerin Karin Keller-Sutter erteilte dabei einem Kompromissvorschlag eine Absage. Die Idee, verstärkt auf AT1-Anleihen zurückzugreifen, wurde verworfen. Die Regierung argumentiert, dass die UBS bereits über einen Kapitalpuffer von rund 13 Milliarden US-Dollar oberhalb der regulatorischen Schwelle verfüge. Dass die Bank als Reaktion den Hauptsitz ins Ausland verlegen könnte, halten Regierung, Nationalbank und Finma laut internen Prüfungen für unwahrscheinlich, da ein solcher Schritt zu komplex und kostspielig wäre.
Aktie unter Druck
Diese regulatorischen Wolken haben ihre Spuren im Chart hinterlassen. Nachdem das Papier Anfang Januar noch bei über 48 CHF notierte, rutschte der Kurs in den letzten 30 Tagen um 21,42 % ab und schloss am Freitag bei 36,39 CHF. Die hohe Volatilität von annualisiert fast 110 % unterstreicht die aktuelle Unsicherheit der Marktteilnehmer.
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Flucht nach vorn: Krypto und Zahlen
Operativ versucht die Bank, neue Wachstumsfelder zu erschließen. Parallel zur Kapitaldebatte plant das Institut, ausgewählten Kunden den Handel mit Bitcoin und Ethereum zu ermöglichen. Dieser Schritt folgt dem Vorbild von US-Größen wie JPMorgan oder Morgan Stanley und soll zunächst in der Schweiz starten, bevor eine Ausweitung auf Asien und die USA geprüft wird.
Kurzfristig richtet sich der Blick jedoch auf den 4. Februar 2026. Dann präsentiert die UBS ihre Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Nachdem im dritten Quartal die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich übertroffen wurden, hoffen Investoren auf positive Impulse, die von der politischen Debatte ablenken könnten.
Gleichzeitig läuft im Hintergrund die Suche nach einer langfristigen Nachfolge für CEO Sergio Ermotti, der seinen Rücktritt für spätestens Anfang 2027 signalisiert hat. Chairman Colm Kelleher zieht hierbei auch externe Kandidaten in Betracht.
Fazit
Die kommende Woche wird zeigen, ob solide Quartalszahlen die Sorgen um die verschärfte Regulierung dämpfen können. Entscheidend für die mittelfristige Kursentwicklung bleibt jedoch, wie viel der geforderten 23 Milliarden US-Dollar tatsächlich gesetzlich verankert werden. Bis hier Klarheit herrscht, dürfte die Aktie volatil bleiben.
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