UBS Aktie: Showdown mit Bern
Die Schweizer Großbank feuert scharf gegen die Regierung. Die geplante Kapitalreform? Viel zu teuer, völlig unverhältnismäßig und ein Schlag gegen die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Am Montag legte UBS ihre offizielle Stellungnahme vor – und die hat es in sich.
24 Milliarden Dollar Mehrkosten
Der Kern des Konflikts: Bern will, dass UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegt. Die Reaktion der Bank fällt eindeutig aus. Der Vorschlag würde zu zusätzlichen Kapitalkosten von rund 24 Milliarden Dollar führen und das erfolgreiche Geschäftsmodell massiv gefährden.
Die Anforderungen seien unverhältnismäßig und basierten auf extremen Annahmen, so die Argumentation. Internationale Wettbewerber in der EU und Großbritannien müssten deutlich weniger Kapital vorhalten. Das Ergebnis? Höhere Kosten für Kunden, eine Verknappung des Kreditangebots und Nachteile für die gesamte Schweizer Wirtschaft.
Credit Suisse als Vorwand?
Interessant wird es bei der Begründung: Die Regierung hatte die Verschärfung im Juni 2024 präsentiert – als direkte Reaktion auf den Kollaps der Credit Suisse im März 2023. Die Steuerzahler sollen künftig nicht mehr für Bankenkrisen haften müssen.
Doch UBS dreht den Spieß um. Hätten die Regulierer die bestehenden Regeln konsequent angewendet, wäre Credit Suisse gar nicht erst in die Krise geraten. Die Bankiervereinigung pflichtet bei: Nicht zu lasche Kapitalvorschriften waren das Problem, sondern zu viel regulatorischer Spielraum.
30 Milliarden Franken vernichtet
Die Bank macht die regulatorische Unsicherheit seit April 2024 für die schwache Kursentwicklung verantwortlich. Ihre Rechnung: Die Marktbewertung hinkt im Vergleich zu europäischen und US-amerikanischen Konkurrenten um 27 Prozent hinterher. Kostenpunkt für die Aktionäre: etwa 30 Milliarden Schweizer Franken – zusätzlich zu den 14 Milliarden Dollar, die die Credit-Suisse-Integration ohnehin verschlungen hat.
Kommt der Kompromiss?
Kann sich UBS durchsetzen? Erste Signale deuten darauf hin. Eine Gruppe Parlamentarier schlug im Dezember bereits Lockerungen vor – etwa die Nutzung von AT1-Anleihen statt reinem Eigenkapital. Insider rechnen mit einem Kompromiss, auch wenn die Regierung öffentlich hart bleibt.
Die Aktie reagierte optimistisch: Seit Dezember legte sie über 20 Prozent zu, getrieben von der Hoffnung auf abgeschwächte Regeln. Am Montag gab der Titel allerdings 0,24 Prozent auf 38,06 Franken nach. Das parlamentarische Verfahren läuft – die endgültige Entscheidung dürfte noch Monate dauern.
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