UBS Aktie: Rückzug unausweichlich?
Starke Zahlen, schwacher Kurs — das ist das Paradox, das die UBS-Aktie derzeit prägt. Der Schweizer Bankkonzern meldete für 2025 einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem hat der Kurs seit Jahresbeginn rund ein Fünftel seines Werts verloren. Der Grund liegt nicht in der Bilanz.
Eigenkapitaldebatte als zentraler Belastungsfaktor
Die Schweizer Regierung hat strengere Eigenkapitalvorschriften vorgeschlagen, die UBS zur Haltung von zusätzlich 26 Milliarden Dollar an Kernkapital zwingen würden. Die Bank lehnt die Pläne entschieden ab und bezeichnet sie als weder verhältnismäßig noch international ausgerichtet. Da eine Umsetzung frühestens 2027 zu erwarten ist, hält UBS vorerst an ihrem Renditeziel von rund 15 Prozent auf das CET1-Kapital bis Ende 2026 fest.
Ein Kompromiss ist allerdings in Sicht: Die größte Fraktion im Schweizer Parlament unterstützt einen Vorschlag, der den Einsatz von AT1-Wandelanleihen zur Erfüllung eines Teils der Anforderungen erlauben würde — was den tatsächlichen Eigenkapitalbedarf erheblich reduzieren würde.
Credit-Suisse-Integration auf der Zielgeraden
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Parallel läuft die Integration der Credit Suisse auf Hochtouren. Bis Ende März sollen nahezu alle Kundenkonten migriert sein, die kumulierten Kosteneinsparungen liegen bereits bei 10,7 Milliarden Dollar. Auf der Kostenseite sind die Fortschritte beachtlich — auf der Personalseite zeigt sich die Dimension des Zusammenschlusses deutlicher: Die Zahl der Abgangsentschädigungen stieg 2025 auf über 7.500 Fälle, nach knapp 5.700 im Vorjahr.
Zur Generalversammlung am 15. April stehen auch personelle Weichen: UBS nominiert den früheren BIZ-Chef Agustín Carstens und Apple-Veteran Luca Maestri für den Verwaltungsrat. Gleichzeitig scheiden drei langjährige Boardmitglieder aus. CEO Sergio Ermotti hat zudem signalisiert, spätestens Anfang 2027 den Staffelstab weiterzugeben — die Bank steuert also auf einen doppelten Übergang zu.
Den nächsten konkreten Gradmesser liefern die Q1-Zahlen am 29. April. Bis dahin dürfte der Ausgang der Eigenkapitaldebatte in Bern der entscheidende Kurstreiber bleiben.
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