UBS Aktie: Gewinnsprung trifft Altlasten
Die Schweizer Großbank UBS präsentiert für das abgelaufene Geschäftsjahr glänzende Zahlen und eine planmäßige Integration der Credit Suisse. Gleichzeitig holt ein dunkles Kapitel der übernommenen Rivalin den Konzern in den USA ein. Ein eskalierender Rechtsstreit um historische Konten mit potenziellen Nazi-Bezügen trübt die ansonsten starke Bilanz.
Milliarden-Gewinn und erfolgreiche Integration
Auf operativer Ebene liefert die Bank überzeugende Argumente. Der geprüfte Jahresbericht für 2025 weist einen um 53 Prozent gestiegenen Nettogewinn von knapp 7,8 Milliarden US-Dollar aus. Zudem übertrafen die verwalteten Vermögen erstmals die Marke von sieben Billionen Dollar. Die Integration der Credit Suisse verläuft zügig: Bis Ende 2026 soll der Prozess vollständig abgeschlossen sein. Dabei korrigierte das Management die erwarteten Synergien auf 13,5 Milliarden Dollar nach oben. Aktionäre profitieren von einer auf 1,10 Dollar angehobenen Dividende.
Juristischer Streit um NS-Konten
Abseits des operativen Geschäfts sieht sich das Institut in den USA mit einem ernsthaften Rechtsrisiko konfrontiert. UBS forderte einen US-Bundesrichter auf, die Bank vor neuen Klagen im Zusammenhang mit Holocaust-Opfern zu schützen. Hintergrund ist eine von der Credit Suisse im Jahr 2020 beauftragte Untersuchung, die 890 Konten mit potenziellen Verbindungen zu den Nationalsozialisten aufdeckte.
Die Bank pocht darauf, dass ein 1999 geschlossener Vergleich über 1,25 Milliarden Dollar alle Ansprüche abdeckt. Während UBS die kostspielige Untersuchung fortsetzen will, verweigert sie dem Ermittler Neil Barofsky die Herausgabe von rund 150 Dokumenten unter Verweis auf das Anwaltsgeheimnis. Ein kürzlich anberaumter Schlichtungstermin mit einer jüdischen Menschenrechtsorganisation endete ohne Einigung.
Kursentwicklung und Ausblick
Am Markt rücken die juristischen Unsicherheiten derzeit in den Vordergrund. Die UBS-Aktie verzeichnete heute einen Rückgang von 3,00 Prozent auf 32,71 Euro. Damit setzt sich die Korrektur der vergangenen Monate fort, was sich in einem Minus von über 18 Prozent seit Jahresanfang widerspiegelt.
Trotz der rechtlichen Hürden hält das Management an seinen ambitionierten Vorgaben fest. Für die kommenden Jahre hat die Bank folgende operative Meilensteine definiert:
- Ziel-Eigenkapitalrendite (RoCET1) von rund 15 Prozent für 2026
- Aktienrückkäufe im Volumen von 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026
- RoCET1-Ziel von rund 18 Prozent bis zum Jahr 2028
- Generalversammlung mit Neuwahlen im Verwaltungsrat am 15. April 2026
Solange US-Richter Korman keine finale Entscheidung über die angestrebte Haftungsfreistellung trifft, bleibt der historische Rechtsstreit ein limitierender Faktor für die Aktie.
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