Die größte Bankenintegration der jüngeren Geschichte hat eine entscheidende Hürde genommen. Weltweit greifen nun alle 1,2 Millionen ehemaligen Kunden der Credit Suisse auf die IT-Infrastruktur der UBS zu. Dieser operative Meilenstein fällt allerdings in eine Phase, in der geopolitische Krisen und hartnäckige Zentralbanken das Marktumfeld spürbar belasten.

Synergien nach Plan

Der Abschluss der Datenmigration markiert einen Wendepunkt für das Schweizer Geldhaus. Nach über 80.000 Tests und umfangreichen Mitarbeiterschulungen verarbeitet die UBS-Plattform mittlerweile knapp 3,1 Millionen Transaktionen pro Tag – ein Plus von 25 Prozent. Bis Ende des Jahres soll die vollständige Verschmelzung der beiden Institute weitgehend abgeschlossen sein. Finanziell zahlt sich der Prozess bereits aus: Nach Brutto-Kostenersparnissen von 10,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr peilt das Management bis Ende 2026 kumuliert 13,5 Milliarden US-Dollar an.

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Gegenwind von den Märkten

Trotz der internen Fortschritte agiert die Bank in einem zunehmend schwierigen Umfeld. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten treibt die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel und heizt die Inflationssorgen neu an. Entsprechend restriktiv reagierten in der vergangenen Woche die großen Notenbanken. Sowohl die US-Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank ließen ihre Leitzinsen unangetastet. Die EZB hob zudem ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 2,6 Prozent an.

Diese makroökonomische Unsicherheit spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 21,14 Prozent und ging am Freitag bei 31,70 Euro aus dem Handel.

Mit dem erfolgreichen IT-Zusammenschluss hat das Management seine operativen Hausaufgaben gemacht und die Basis für die anvisierten Kostensenkungen gelegt. Solange jedoch die geopolitische Lage im Nahen Osten angespannt bleibt und schnelle Zinssenkungen der Notenbanken ausbleiben, dürften diese externen Belastungsfaktoren die internen Integrationserfolge bei der Bewertung der Aktie weiterhin überlagern.

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