Die Schweizer Großbank rüstet sich für einen direkten Angriff auf die amerikanische Konkurrenz. Mit der finalen Zulassung als nationale Bank in den USA fällt für das Institut eine entscheidende regulatorische Hürde. Der Schritt kommt genau zur rechten Zeit, denn im wichtigen amerikanischen Wealth-Management-Geschäft musste die Bank zuletzt empfindliche Rückschläge hinnehmen.

Kampf um Milliarden-Einlagen

Bislang agierte die UBS in den Vereinigten Staaten lediglich mit einer eingeschränkten Lizenz des Bundesstaates Utah. Die nun vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erteilte nationale Bankcharta ändert die Spielregeln grundlegend. Künftig kann das Institut das komplette Leistungsspektrum amerikanischer Kreditinstitute anbieten, von Girokonten bis hin zu Hypotheken.

Das Ziel ist klar definiert: Die Bank schätzt, dass ihre rund 700.000 US-Haushalte etwa 150 Milliarden Dollar an Einlagen bei Konkurrenten wie JPMorgan oder Morgan Stanley halten. Diese Gelder sollen nun auf die eigene Plattform gelotst werden, indem Kunden ihre Vermögensverwaltung und alltägliche Bankgeschäfte unter einem Dach bündeln können.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Gegenwind an mehreren Fronten

Die strategische Neuausrichtung geschieht nicht aus einer Position unangefochtener Stärke heraus. Im Gegenteil, das amerikanische Wealth-Management-Geschäft stand zuletzt spürbar unter Druck. Allein im vierten Quartal verzeichnete die Bank in der Region Nettoabflüsse von 14,1 Milliarden Dollar. Hinzu kam der Verlust von fast 200 US-Beratern an die Konkurrenz, ausgelöst durch ein umstrittenes neues Vergütungsmodell.

Diese operative Schwäche spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits gut 21 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 31,72 Euro. Gleichzeitig drohen in der Schweizer Heimat nach der Credit-Suisse-Übernahme deutlich strengere Kapitalanforderungen. Laut dem Americas-Präsidenten Rob Karofsky lief der US-Antragsprozess zwar bereits Jahre vor der aktuellen Schweizer Kapitaldebatte an, die neue Lizenz bietet nun aber ein wichtiges Instrument für globales Wachstum.

Langer Weg zur vollständigen Integration

Um den Abwärtstrend in den USA zu stoppen, plant das Management den schrittweisen Ausbau des Angebots. Giro- und Sparprodukte sollen voraussichtlich gegen Ende 2027 eingeführt werden. Parallel dazu evaluiert die Bank einen vorsichtigen Einstieg in Krypto-Dienstleistungen wie tokenisierte Einlagen, um das Portfolio für vermögende Kunden weiter zu modernisieren.

Mit der neuen US-Lizenz positioniert sich die UBS als direkter Herausforderer der etablierten amerikanischen Vollbanken. Die Umsetzung der Wachstumspläne erfordert allerdings einen langen Atem, da der breite Rollout der neuen Plattform erst für die zweite Jahreshälfte 2028 angesetzt ist. Bis dahin muss das Management beweisen, dass es den jüngsten Kundenschwund in den USA auch mit dem bestehenden Setup stoppen kann.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...