Die UBS schreibt dieser Tage an einem neuen Kapitel ihrer Wachstumsstrategie. Mit einer frisch erteilten nationalen Banklizenz in den USA und klaren Empfehlungen an Anleger zeigt die Schweizer Bank, wo sie hinwill.

US-Lizenz öffnet neue Türen

Freitagmittag bestätigte UBS offiziell den Erhalt einer nationalen Banklizenz in den Vereinigten Staaten. Ein Schritt, den die Bank seit Oktober 2025 vorbereitet hatte, als sie den Antrag zur Umwandlung ihrer bisherigen US-Tochter UBS Bank USA in eine national gecharterte Bank stellte.

Was bedeutet das konkret? Die Lizenz erlaubt es der UBS nun, amerikanischen Kunden das volle Spektrum an Bankdienstleistungen anzubieten — vom Girokonto bis zur Hypothek. Bislang war sie hier gegenüber heimischen Wettbewerbern wie Morgan Stanley im Hintertreffen.

Der US-Markt gilt für UBS als strategisches Kernziel. Allein 2025 wurden dort täglich mehr als 1.000 neue Millionäre gezählt — ein beeindruckendes Wachstumspotenzial für das Wealth-Management-Geschäft. Gleichzeitig drückt die Bank die Dringlichkeit: Seit der Übernahme des kollabierten Credit Suisse im Jahr 2023 verlor sie in den USA mehrere Milliarden Dollar an Kundenvermögen sowie fast 200 Finanzberater.

Hedgefonds statt Staatsanleihen

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Parallel dazu positioniert sich UBS gegenüber institutionellen Investoren als Kompass in unruhigen Zeiten. Die Bank empfiehlt, den Anteil alternativer Anlagen zu erhöhen — und zwar gezielt in Hedgefonds-Strategien wie diskretionäres Makro oder marktneutrale Aktienfonds, die sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten Erträge erzielen können.

Im Bereich Private Markets hält UBS an ihrer konstruktiven Einschätzung für Private Equity fest, gestützt durch eine anziehende Deal-Aktivität und günstigere Exit-Bedingungen. Infrastruktur und Immobilien runden das Bild als langfristige Stabilitätsanker ab — besonders attraktiv in einem Umfeld potenziell anhaltend hoher Energiepreise.

Hintergrund dieser Empfehlungen ist auch die geopolitische Gemengelage: Der Konflikt im Nahen Osten, konkret die Frage, wann Öltanker die Straße von Hormus wieder regulär passieren können, belastet die Konjunkturerwartungen spürbar. Der Bankenverband hat seine Wachstumsprognose für Deutschland bereits auf 1,0 Prozent gesenkt — im Risikoszenario mit dauerhaft hohen Ölpreisen könnten es nur noch 0,6 Prozent werden, bei einer Inflation von über 3,0 Prozent.

Für UBS ergibt sich daraus ein doppeltes Spiel: In der Schweiz kämpft die Bank gegen als zu scharf empfundene Regulierungsauflagen — in den USA baut sie derweil still, aber konsequent an einem tragfähigen Gegengewicht.

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