UBS Aktie: Erfolgszahlen überraschen!
Die politische Großwetterlage in der Schweiz dreht sich zugunsten der UBS. Statt harter Eigenkapitalauflagen deutet nun vieles auf eine deutlich kapitalfreundlichere Lösung hin. Gleichzeitig zeigt eine starke Refinanzierungstransaktion, dass der Markt der „neuen“ UBS vertraut. Wie robust ist diese Kombination aus politischer Entspannung und operativer Stärke?
Politische Unterstützung für AT1-Lösung
Kern der aktuellen Entwicklung ist die sich abzeichnende Einigung zur künftigen Kapitalausstattung nach der Credit-Suisse-Übernahme. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) stellt sich laut Berichten hinter einen Kompromiss, der es der Bank erlauben soll, zusätzliche Tier-1-Anleihen (AT1-Bonds) zur Erfüllung neuer Kapitalanforderungen zu nutzen.
Bisher stand im Raum, dass die UBS bis zu 25 Milliarden Franken an zusätzlichem hartem Eigenkapital aufbringen müsste. Das hätte eine deutliche Verwässerung für Aktionäre bedeutet. Die nun signalisierte politische Rückendeckung für AT1 als Teil des Kapitalpuffers reduziert dieses Risiko spürbar.
Analysten bewerten vor allem zwei Punkte als entscheidend:
- Signalwirkung: Unterstützung der wählerstärksten Partei erhöht die Wahrscheinlichkeit einer moderaten Regulierung.
- Kapitalstruktur: Nutzung von AT1-Bonds statt großer Kapitalerhöhungen schützt bestehende Aktionäre vor massiven neuen Aktienemissionen.
Die Aktie spiegelt diese Entspannung bereits wider: Auf Sicht von 30 Tagen legte der Kurs um rund ein Drittel zu, zuletzt notierte die UBS bei etwa 47,40 US‑Dollar – nur knapp unter dem frischen 52‑Wochen-Hoch.
Marktvertrauen: Starke Covered-Bond-Emission
Parallel zur politischen Bewegung liefert die Bank am Kapitalmarkt ein weiteres Vertrauenssignal. Bereits am Donnerstag platzierte die UBS eine dreiteilige Covered-Bond-Emission in Schweizer Franken mit Laufzeiten von drei, sechs und zehn Jahren.
Die wesentlichen Punkte der Transaktion:
- Hohe Nachfrage: Die Anleihe stieß auf außergewöhnlich reges Investoreninteresse.
- Preis nahe Fair Value: Die Konditionen lagen nahe den theoretisch fairen Marktpreisen – ein Hinweis auf geringe Risikoaufschläge.
- Bilanzqualität im Fokus: Institutionelle Investoren sehen die Kreditwürdigkeit der UBS offenbar als stark genug an, um langfristig Kapital zu stellen.
Damit bestätigt der Anleihemarkt, dass die Diskussion um verschärfte Eigenkapitalanforderungen das Vertrauen in die Bonität der Bank bislang nicht beschädigt hat.
Portfolio-Bereinigung und China-Fokus
Auch im Beteiligungsportfolio setzt das Management Akzente. Laut Pflichtmitteilungen hat UBS ihre wesentliche Beteiligung an der Metal Powder Works Limited zum 6. Januar 2026 vollständig veräußert. Dieser Schritt fügt sich in die Strategie ein, Nicht-Kernbeteiligungen abzubauen und Kapital gezielter einzusetzen.
Strategisch richtet die Bank den Blick zudem nach Asien. In einem aktuellen Kommentar äußern sich UBS-Strategen optimistisch für chinesische Aktien im Jahr 2026. Nach einer Phase der Stabilisierung sehen sie wieder Chancen für eine Outperformance der Märkte in China. Das könnte mittelfristig insbesondere dem Asien-Geschäft im Bereich Global Wealth Management Rückenwind geben.
Charttechnik: Rallye mit Momentum
Charttechnisch präsentiert sich die UBS-Aktie klar im Aufwärtstrend. Der Kurs liegt aktuell rund 27 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und deutlich über dem 100-Tage-Schnitt. Auf Wochensicht beträgt das Plus gut 18 %, seit Jahresbeginn ebenfalls rund 18 %. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 26,39 US‑Dollar summiert sich auf fast 80 %.
Der RSI (14 Tage) von etwa 63 signalisiert ein starkes, aber noch nicht extrem überkauftes Momentum. Die jüngste Rallye lässt sich damit gut mit dem nachlassenden Regulierungsrisiko und den positiven Signalen vom Kapitalmarkt erklären.
Ausblick: Entscheidende Weichenstellungen voraus
Der Blick der Investoren richtet sich nun auf die kommenden politischen und operativen Wegmarken:
- Regulatorischer Rahmen: Entscheidend wird, in welcher Form der Kompromissvorschlag zur Kapitalausstattung ins Parlament eingebracht und verabschiedet wird. Die SVP-Unterstützung erhöht die Chancen auf eine für die Bank verträgliche Lösung.
- Jahreszahlen: Die anstehenden Ergebnisse sollen mehr Klarheit zu den Integrationskosten der Credit Suisse liefern und damit zeigen, wie belastbar die künftige Ertrags- und Kapitalbasis tatsächlich ist.
Hält die Aktie das zuletzt aufgebaute Momentum bis zum Abschluss dieser Weichenstellungen, wäre das ein klarer Hinweis darauf, dass der Markt der UBS nicht nur eine regulatorische Entspannung, sondern auch eine nachhaltig stärkere Position im globalen Bankensektor zutraut.
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