Die Schweizer Großbank stellt die Weichen neu. Während die Integration der Credit Suisse in die Endphase geht, sichert sich UBS lukrative Vertriebsdeals mit globalen Private-Equity-Häusern – und baut gleichzeitig den Verwaltungsrat grundlegend um. Die Frage dahinter: Ist das Institut bereit für die nächste Wachstumsphase?

Neue Gesichter im Verwaltungsrat

Mit Agustín Carstens und Luca Maestri holt sich die Bank zwei Schwergewichte ins oberste Führungsgremium. Die Nominierungen erfolgen vor dem Hintergrund verschärfter regulatorischer Anforderungen und der finalen Integrationsschritte der übernommenen Credit Suisse. Im Gegenzug werden mehrere langjährige Verwaltungsräte ihre Mandate niederlegen.

Die Erneuerung des Gremiums fällt in eine sensible Phase. Das Risikomanagement steht unter Beobachtung – nicht zuletzt wegen einer Deckungsquote für notleidende Kredite von nur 42 Prozent. Die neue Führungsstruktur soll die Bank fit machen für Themen wie Kapitalallokation und die verbleibenden Herausforderungen der Fusion.

Gebühren-Deals mit Carlyle und CVC

Parallel dazu hat die UBS ihre Verhandlungsmacht im Wealth Management unter Beweis gestellt. Die Private-Equity-Riesen Carlyle und CVC haben zugestimmt, erfolgsabhängige Gebühren mit der Bank zu teilen. Im Gegenzug vertreibt UBS deren Evergreen-Fonds an ihre vermögenden Privatkunden.

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Carlyle teilt Erträge aus seinem Evergreen-Secondaries-Fonds, CVC beteiligt die Bank an Performance-Gebühren eines ähnlichen Produkts. Andere große Fondsmanager lehnten vergleichbare Anfragen ab – ein Indiz für die starke Stellung der Schweizer im Vertrieb von Private-Markets-Produkten. Die Deals dürften die Erträge im Wealth Management spürbar stützen.

Operative Basis stimmt

Die strategischen Initiativen bauen auf soliden Fundamentaldaten auf. Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete das Institut einen Nettogewinn von 1,19 Milliarden Dollar, getrieben durch starke Leistungen in allen Kernbereichen. Für das Gesamtjahr 2025 belief sich der Gewinn auf 7,77 Milliarden Dollar.

Die verwalteten Vermögen kletterten um 15,1 Prozent auf 7 Billionen Dollar. Bis Ende 2026 will das Management Bruttoeinsparungen von rund 13,5 Milliarden Dollar gegenüber der kombinierten Kostenbasis von UBS und Credit Suisse aus 2022 realisieren. Die Rendite auf das harte Kernkapital soll 2026 zwischen 15 und 16 Prozent liegen.

Analysten reagieren

Das Analysehaus Keefe, Bruyette & Woods hat seine Einstufung jüngst von "Underperform" auf "Market Perform" angehoben. Die Neuausrichtung im Verwaltungsrat und die Vertriebsvereinbarungen mit den PE-Häusern könnten der Bank helfen, ihre Profitabilität in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter zu steigern. Nach der jüngsten Kursschwäche könnte die Aktie damit wieder an Attraktivität gewinnen.

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