UBS Aktie: Umbau & Entlastung
Die UBS zieht bei der Integration der Credit Suisse die Zügel an – gleich an mehreren Fronten. Im Verwaltungsrat soll frische externe Expertise einziehen, während ein Gerichtsurteil eine wichtige juristische Altlast entschärft. Kann die Bank damit die größten Risikofaktoren der Großfusion besser einhegen?
Neue Köpfe für den Verwaltungsrat
Die UBS strukturiert ihre obersten Kontrollgremien neu und hat Agustín Carstens sowie Luca Maestri als neue externe Mitglieder für den Verwaltungsrat nominiert. Der Schritt steht laut Ausgangslage im Zusammenhang mit der Integration der Credit Suisse und steigenden regulatorischen Anforderungen.
Ziel ist es, das Kontrollgremium vor allem bei Regulierung, Kapitalplanung und Risikokontrolle zu stärken. Der Umbau kommt zudem nicht aus dem Nichts: Mehrere langjährige Mandatsträger sollen sich altersbedingt zurückziehen. In einem Umfeld, in dem Aufseher bei Großbanken genauer hinschauen, setzt die UBS damit sichtbar auf mehr Governance- und Bilanzdisziplin.
Gericht bestätigt Freispruch
Parallel dazu verbucht die Bank einen juristischen Etappensieg: Ein Schweizer Berufungsgericht bestätigte den erstinstanzlichen Freispruch der Credit Suisse in einem Geldwäscheverfahren. Im Zentrum standen Vorwürfe rund um Transaktionen im Umfeld eines bulgarischen Drogenkartells.
Die Bank begrüßte das Urteil und betonte zugleich ihren grundsätzlichen Standpunkt, dass strafrechtliche Haftung nach einer Fusion nicht automatisch auf die übernehmende Einheit übergehen dürfe. Für die Post-Merger-Integration ist die gerichtliche Klärung solcher Fälle ein zentraler Punkt – nicht zuletzt, weil sie rechtliche Unsicherheiten und potenziell unkalkulierbare finanzielle Belastungen reduzieren kann.
Integration: IT-Transfer weit fortgeschritten
Auch operativ meldet die UBS Fortschritte: Rund 85% der in der Schweiz geführten Konten wurden bereits auf die internen IT-Plattformen migriert. In Bereichen wie Personal & Corporate Banking sowie Asset Management stuft die Bank die Zusammenführung als weitgehend abgeschlossen ein.
Für das 1. Quartal 2026 hat sich das Institut vorgenommen, auch die verbleibenden Transfers von Kunden-, Fonds- und Depotkonten final abzuschließen. Der Plan zeigt, wie stark die UBS darauf drängt, technische Doppelstrukturen abzubauen und operationelle Risiken aus der Fusion zügig zu senken.
Zum Marktbild: Die Aktie notiert heute bei 33,99 € (−0,79%). Auf 30 Tage steht ein Minus von 15,68% – und der Kurs liegt damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 38,42 €, was den anhaltenden Druck im Chart unterstreicht.
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