Die US-Expansion der UBS bekommt eine neue Grundlage. Mit der endgültigen Genehmigung einer nationalen Banklizenz durch das OCC kann das Schweizer Institut künftig in den USA nicht nur Vermögen verwalten, sondern auch klassische Bankprodukte wie Girokonten und Hypotheken anbieten. Ein strategisch wichtiger Schritt — zumal der Markt täglich über 1.000 neue Millionäre hervorbringt.

Wachstum unter Druck

Der Hintergrund dieser Expansion ist weniger komfortabel, als er klingt. Zuletzt verlor die UBS in den USA Milliarden an Kundenvermögen und fast 200 Berater an die Konkurrenz. Im Vergleich zu Morgan Stanley gilt das US-Geschäft als deutlich weniger profitabel. Die neue Lizenz soll die Basis schaffen, um das Geschäftsmodell effizienter zu skalieren und strukturell aufzuholen.

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Gleichzeitig schleppt die Bank noch den Integrationsaufwand der Credit Suisse mit sich. Die Migration von rund einer Million CS-Kunden wurde zwar am 18. März abgeschlossen — intern aber wächst der Druck. Das „Projekt Purple", das Integrationsmitarbeitern neue Stellen im Konzern sichern sollte, wurde Berichten zufolge gestoppt. Die Folge: steigende Burnout-Zahlen im Backoffice. Die Bank verweist auf Sozialpläne und interne Karrierewege.

Kapitallücke gegenüber kleineren Rivalen

Auch im Kapitalvergleich steht die UBS nicht unangefochten da. Ihre CET1-Quote lag im vierten Quartal 2025 bei 14,4 % — die Privatbank LGT wies im ersten Halbjahr 2025 dagegen 18,5 % aus. Diese stärkere Eigenkapitalbasis erlaubt kleineren Wettbewerbern, gezielt in Personal zu investieren, während die Großbank unter Kostendruck bleibt.

Auf der Anlageseite passte UBS Global Wealth Management zuletzt die Strategie an: Schweizer Aktien und der europäische Gesundheitssektor wurden auf „attraktiv" hochgestuft, der indische Markt hingegen wegen überzogener Bewertungen auf „neutral" zurückgesetzt.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 21 % verloren und notiert mit 31,89 Euro deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 36,52 Euro. Die US-Lizenz liefert eine strategische Perspektive — die operative Umsetzung wird entscheiden, ob sie auch an den Märkten verfängt.

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