Die Ubisoft Aktie startet ins neue Jahr mit gemischten Signalen. Während das Management mit großen Versprechen für kommende Spiele wie "The Division 3" um Vertrauen wirbt, stehen operative Rückschläge und hektische Bewegungen unter Großaktionären dagegen. Der Kurs sucht bei rund 6 Euro nach Halt.

Barclays: Kurzfristiges Manöver sorgt für Unruhe

Für Aufsehen sorgt eine schnelle Positionsänderung der britischen Großbank Barclays. Erst am 6. Januar hatte die Bank mitgeteilt, ihre Beteiligung auf 5,01 Prozent ausgebaut zu haben. Nun, nur wenige Tage später, unterschritt sie die meldepflichtige Schwelle wieder und hält aktuell etwa 4,92 Prozent. Marktbeobachter werten dieses schnelle "Rein und Raus" weniger als strategisches Langfrist-Engagement, sondern eher als Zeichen für kurzfristige Handelsaktivitäten oder Absicherungsgeschäfte. Dies signalisiert anhaltende Volatilität für den Titel.

Management setzt auf Blockbuster-Versprechen

Gegen die negativen Schlagzeilen geht Ubisoft in die offensive Kommunikation. Im Fokus steht "The Division 3". Executive Producer Julian Gerighty bezeichnete das Projekt jüngst als "Monster", das einen ähnlich großen Einfluss auf die Branche haben soll wie der erste Serienteil im Jahr 2016. Nach der Enttäuschung durch "Star Wars Outlaws" ist der Erfolg solcher Kernmarken für den Konzern von entscheidender Bedeutung. Die Branche bietet grundsätzlich Rückenwind: Die PC-Gaming-Plattform Steam verzeichnete zuletzt einen Rekord von 41,8 Millionen gleichzeitigen Nutzern.

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Operative Rückschläge belasten das Bild

Die Zukunftsvisionen stehen jedoch im Kontrast zu aktuellen harten Einschnitten. Ubisoft bestätigte diese Woche die Schließung seines Studios in Halifax, wodurch 71 Mitarbeiter ihre Stellen verlieren. Das Unternehmen begründet den Schritt mit notwendigen Kostensenkungen und der Einstellung des Mobile-Titels "Assassin's Creed Rebellion". Die Schließung erfolgte nur wenige Wochen nach einer gewerkschaftlichen Organisierung der Belegschaft vor Ort, was Fragen zum ESG-Profil des Unternehmens aufwirft.

Die kurzfristige Kursentwicklung wird zeigen, ob die glaubwürdige Darstellung der langfristigen Pipeline die unmittelbaren operativen und kapitalmarktbedingten Belastungen überwiegen kann. Die nächsten Quartalszahlen werden ein konkreter Prüfstein für diese Balance sein.

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