TUI Aktie: Teure Rückkehr
Alle rund 2.500 Passagiere der Mein Schiff 5 sind evakuiert — doch die eigentliche Belastungsprobe für TUI beginnt jetzt erst. Zwei Schiffe stecken im Persischen Golf fest, der Suezkanal bleibt Hochrisikogebiet, und die Sommersaison rückt näher.
Der Umweg kostet Millionen
Seit dem Ausbruch des Irankriegs am 28. Februar 2026 liegt die Mein Schiff 5 in Doha, die Mein Schiff 4 in Abu Dhabi. Beide Schiffe können den Golf erst verlassen, sobald die Straße von Hormus wieder passierbar ist — derzeit vom Iran blockiert. Alle Kreuzfahrten beider Schiffe bis mindestens 23. März sind abgesagt.
Stabilisiert sich die Lage nicht bis Ende März, müssen Mein Schiff 4, 5 und 6 den Weg um das Kap der Guten Hoffnung nehmen. Analysten von AlphaValue beziffern die Mehrkosten dieser 25-tägigen Umfahrung auf rund 22 Millionen Euro — bedingt durch höheren Treibstoffverbrauch, Logistikaufwand und entgangene Einnahmen. mwb research schätzt den Umsatzausfall allein für März auf etwa 50 Millionen Euro, was das EBIT um rund 25 Millionen Euro drücken dürfte.
Starke Basis, aber wachsende Unsicherheit
Das Krisengeschehen trifft einen Konzern, der operativ eigentlich in Bestform ist. Im ersten Quartal 2026 meldete TUI das stärkste Winterergebnis der Unternehmensgeschichte: Das bereinigte EBIT kletterte um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro. Vor der Krise lief das Kreuzfahrtgeschäft mit 99 Prozent Auslastung und einer Tagesrate von 235 Euro auf Hochtouren.
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Die Wachstumsziele für 2026 — Umsatzplus von 2 bis 4 Prozent und EBIT-Anstieg um 7 bis 10 Prozent — hat TUI bislang bestätigt. mwb research hält diese Prognose für erreichbar, knüpft das jedoch an eine spürbare Beruhigung der Lage im Nahen Osten bis April.
Ein zusätzliches Risiko liegt in der Buchungsdynamik. TUI-Chef Sebastian Ebel räumt ein, dass Reisende auch bei rascher Deeskalation noch monatelang zurückhaltend bleiben könnten. Besonders relevant: Rund 20 Prozent der Sommerbuchungen entfallen auf die Türkei, weitere 5 Prozent auf Ägypten — Märkte, die bei anhaltender Wahrnehmung regionaler Instabilität leiden könnten. Reisende weichen bereits auf die Karibik aus.
Halbjahresbericht als Gradmesser
Der 13. Mai 2026 wird zur Schlüsselmarke: Dann legt TUI den Halbjahresbericht vor, der erstmals zeigt, ob die Krise nur das Wintergeschäft im Nahen Osten belastet hat — oder ob sich die Verunsicherung auch in den Sommerbuchungen niederschlägt. Die Aktie notiert derzeit rund 16,6 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn knapp ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Wie schnell sich das ändert, hängt maßgeblich von einem Faktor ab, den TUI nicht kontrollieren kann: der Sicherheitslage in der Straße von Hormus.
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