Die TUI-Aktie setzt ihre Talfahrt fort. Trumps neue 15-Prozent-Importzölle und die EU-Reaktion – das Einfrieren des transatlantischen Handelsabkommens – treffen den Reisesektor in einer ohnehin fragilen Phase. Für TUI kommt der externe Schock zur Unzeit: Seit den Quartalszahlen Mitte Februar hat die Aktie bereits 13 Prozent verloren.

Trumps Zoll-Offensive belastet

Am Wochenende verschärfte US-Präsident Trump die globalen Importzölle von 10 auf 15 Prozent – als Antwort auf die Entscheidung des Supreme Court, die ursprünglichen „reciprocal tariffs" für rechtswidrig zu erklären. Die neuen Abgaben stützen sich auf eine kaum genutzte Klausel des Trade Act von 1974. Das EU-Parlament reagierte prompt: Der Ratifizierungsprozess des Handelsabkommens mit den USA liegt auf Eis, bis Klarheit über die US-Handelspolitik herrscht. Der Stoxx Europe 600 schloss am Montag 0,5 Prozent im Minus, Reise- und Touristikwerte unter den größten Verlierern.

Schwache Buchungen trotz starker Q1-Zahlen

Die TUI-Aktie notiert am Dienstag bei rund 7,90 Euro – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch von 9,55 Euro, das erst am 9. Februar markiert wurde. Dabei hatte der Konzern am 10. Februar das beste erste Quartal seit der Fusion 2014 gemeldet: Das operative Ergebnis (underlying EBIT) lag mit 77,1 Millionen Euro deutlich über den Analystenerwartungen von 66,7 Millionen Euro.

Dennoch kippte das Sentiment. Der Grund: schwächere Vorausbuchungen für Winter und Sommer. TUI erklärte die Entwicklung mit schlechtem Wetter in Deutschland und Großbritannien, das die Filialbesuche drückte. Während der gebuchte Umsatz im britischen Markt um 4 Prozent sank, legte Deutschland 2 Prozent zu.

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Ratingagenturen und Insider zeigen sich optimistisch

Fitch bestätigte am 19. Februar das BB-Rating mit stabilem Ausblick, Moody's hob am 18. Februar den Ausblick sogar auf „positiv" an. Parallel kauften mehrere Vorstandsmitglieder eigene Aktien: CEO Sebastian Ebel erwarb am 16. Februar 5.000 Stück, CFO Mathias Kiep 4.624 Aktien – zu Kursen zwischen 8,36 und 8,62 Euro.

TUI hält an der Jahresprognose fest: 2 bis 4 Prozent Umsatzwachstum, 7 bis 10 Prozent EBIT-Plus bei konstanten Wechselkursen. Auf der Hauptversammlung am 10. Februar stimmten die Aktionäre einer neuen Dividendenpolitik zu – für 2025 fließen 0,10 Euro je Aktie, ab 2026 sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns ausgeschüttet werden.

Fokus auf Sommer-Buchungen

Für TUI entscheidet sich in den kommenden Wochen, ob die Buchungsdynamik für den Sommer 2026 anzieht – die entscheidende Wachstumsphase. Der Handelskonflikt bleibt ein Belastungsfaktor für die Branche, auch wenn TUI als europäischer Anbieter von direkten Zolleffekten weniger betroffen ist als Industrieunternehmen. Am 13. Mai folgt der Halbjahresbericht.

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