TUI Aktie: Analysten Rückenwind
Barclays bleibt optimistisch, die operative Basis wird breiter, und die Aktie notiert knapp unter ihrem Jahreshoch: Beim Reisekonzern TUI treffen aktuell positive Analystenkommentare auf konkrete Fortschritte im Tagesgeschäft. Spannend ist vor allem, dass sich die Story nicht nur auf Hoffnungen stützt, sondern auf sichtbare Maßnahmen bei Flotte und Angebot. Wie stimmig ist dieses Bild?
Die Fakten im Überblick
- Aktueller Kurs: 9,24 Euro (gestern: 9,23 Euro)
- Abstand zum 52‑Wochen-Hoch: rund 2 %
- Kursplus in den letzten 12 Monaten: knapp 23 %
- Barclays-Rating: „Overweight“ mit Kursziel 11,75 Euro
- Impliziertes Aufwärtspotenzial: rund 27 %
- Wichtige Wachstumstreiber laut Barclays: Hotels & Resorts, Kreuzfahrten
- Operative Maßnahmen: Flottenmodernisierung, neue Fluglizenz nach Kenia, Neu-Positionierung eines Kreuzfahrtschiffs
Barclays-Kursziel stützt Aufwärtsszenario
Zum Wochenbeginn hat Barclays seine positive Einschätzung für den Reisekonzern bekräftigt. Das Votum „Overweight“ wurde bestätigt, das Kursziel von 11,75 Euro unverändert gelassen. Auf Basis des aktuellen Kurses von 9,24 Euro ergibt sich damit ein rechnerisches Potenzial von rund 27 Prozent.
Die Analysten sehen vor allem zwei Sparten als Treiber:
- Hotels & Resorts: weiterhin margenstark und von hoher Nachfrage getragen
- Cruises: das Kreuzfahrtgeschäft profitiert vom robusten Umfeld im Freizeitsegment
Beide Bereiche gelten als zentral für die Profitabilität und unterstreichen, warum Barclays dem Titel weiterhin einen Bewertungsabschlag im Vergleich zum Potenzial attestiert.
Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit nahe ihrem 52‑Wochen-Hoch von 9,45 Euro. Der Kurs liegt rund 18 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt von 7,80 Euro – ein Hinweis auf einen etablierten Aufwärtstrend, der sich über die vergangenen zwölf Monate mit einem Plus von gut 22 % aufgebaut hat. Der RSI von 45 signalisiert dabei weder eine Überkauft- noch eine Überverkauft-Situation.
Operative Fortschritte bei Flotte und Angebot
Parallel zur Analystenunterstützung arbeitet der Konzern an seiner operativen Basis. Ein Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Flotte. Dazu gehört unter anderem die Ausflottung älterer Boeing-737-700-Modelle. Jüngere, effizientere Flugzeuge können mittelfristig Treibstoff- und Wartungskosten senken und damit die Marge im Airline-Geschäft verbessern.
Ein weiterer Baustein ist die Expansion des Flugangebots: Die konzerneigene Airline hat eine neue Lizenz für Charterverbindungen nach Kenia erhalten. Damit stärkt TUI seine Position auf der Fernstrecke und kann beliebte Winterziele flexibler bedienen. Für die Planung der Saison 2026 schafft dies zusätzliche Optionen im Langstreckenportfolio.
Im Kreuzfahrtgeschäft setzt die Marke Marella Cruises einen gezielten Akzent. Die „Marella Discovery“ soll ab Sommer 2026 als reines Adults-only-Schiff unterwegs sein. So adressiert der Konzern ein spezifisches Kundensegment, das Wert auf ein Angebot ohne Kinder an Bord legt. Diese Positionierung kann helfen, höhere Durchschnittserlöse und eine klarere Markenbotschaft im britischen Kreuzfahrtmarkt zu erzielen.
Branchenumfeld: Rückenwind für Tourismus und Kreuzfahrten
Die Barclays-Bestätigung erfolgt in einem insgesamt freundlichen Branchenumfeld. Für die deutsche Tourismusindustrie wird 2026 ein Rekordjahr erwartet. Eine aktuelle Umfrage unter Reiseberatern zeigt, dass mehr als 55 % der Befragten höhere Ausgaben pro Kunde als im Vorjahr prognostizieren. Das spricht für robuste Nachfrage nach Urlaubsreisen und Zusatzleistungen.
Auch der Kreuzfahrtsektor sendet positive Signale. Analysten von B of A Securities haben jüngst das Kursziel für den Wettbewerber Royal Caribbean auf 330 US‑Dollar angehoben. Solche Anpassungen stützen das positive Sentiment für Kreuzfahrten als Teil des Konsumgütersegments „Freizeit und Reisen“. Als integrierter Touristikkonzern mit eigenem Kreuzfahrt- und Hotelgeschäft profitiert TUI von dieser Sektorrotation hin zu konsumabhängigen Werten.
Ausblick: Zwischen Widerstand und Wachstumschance
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Kurszone knapp unterhalb von 9,50 Euro. Die Aktie konsolidiert in Reichweite ihres 52‑Wochen-Hochs; ein stabiler Ausbruch darüber könnte dem Papier neues Momentum verleihen, insbesondere vor dem Hintergrund des Barclays-Kursziels.
Für die fundamentale Entwicklung bleibt die Buchungslage für die Sommersaison 2026 der zentrale Prüfstein. Die Kombination aus erwarteten höheren Reiseausgaben, der Modernisierung der Flotte, der neuen Kenia-Lizenz und der gezielten Positionierung im Kreuzfahrtbereich zeigt, dass TUI seine Kapazitäten und Angebote auf Wachstum ausrichtet. Gelingt es, diese Maßnahmen in solide Buchungs- und Ertragszahlen zu übersetzen, wäre die aktuelle Bewertung mit einem moderaten Aufschlag auf die langfristigen Durchschnitte nachvollziehbar untermauert.
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