TSMC erlebt gerade eine stille, aber folgenschwere Verschiebung in seiner Kundenlandschaft. Ausgerechnet Apple, jahrelang der wichtigste Umsatzanker, rutscht in den Prognosen für 2026 auf Platz zwei. Der neue Taktgeber heißt Nvidia – und dahinter steht vor allem ein Thema: KI-Infrastruktur.

Nvidia verdrängt Apple

Nach den diese Woche gemeldeten Daten soll Nvidia 2026 rund 33 Mrd. US-Dollar Umsatz für TSMC bringen – das entspräche etwa 22% der gesamten Erlöse. Apple käme demnach auf etwa 27 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 18%.

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Der Grund ist weniger ein Einbruch bei Apple als vielmehr der Sog der KI-Beschleuniger. Nvidias aktuelle Plattformen – genannt wird hier die Blackwell-Architektur – setzen auf TSMCs modernste Fertigungsprozesse. Und genau diese High-End-Wafer sind für den Auftragsfertiger besonders wertvoll. Der Machtwechsel im Ranking ist damit auch ein Signal: Das Wachstum verschiebt sich weiter weg von Smartphone-Zyklen hin zu High-Performance-Computing und Rechenzentren.

Investitionen gegen Engpässe

Um die Nachfrage bedienen zu können, plant das Management für 2026 ungewöhnlich hohe Investitionen. Die angekündigten Capex liegen bei 52 bis 56 Mrd. US-Dollar, nach etwa 41 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025.

So will TSMC das Budget laut Aufschlüsselung einsetzen:

  • 70–80% für fortschrittliche Fertigungstechnologien (u.a. 2nm und A16)
  • 10–20% für Advanced Packaging (CoWoS) und Maskenfertigung – also genau die Bereiche, die zuletzt als Flaschenhals für KI-Chips galten
  • der Rest für Spezialtechnologien und weitere Infrastruktur

Die Stoßrichtung ist klar: Kapazitäten ausbauen, Engpässe entschärfen und die eigene Position gegen neue Konkurrenz absichern. Hintergrund ist zudem die Erwartung, dass die Umsätze mit KI-Servern bis 2029 mit einer jährlichen Wachstumsrate im mittleren bis hohen 50%-Bereich zulegen könnten.

Börsenstimmung bleibt freundlich

Der Optimismus rund um den KI-Ausbau stützt auch das Marktumfeld in Taiwan. Der Leitindex Taiex markierte am 19. Januar einen bestätigten Rekordschluss bei 31.639,29 Punkten, getragen vor allem vom Halbleitersektor. Zwar gab es zuletzt Schwankungen, doch der Trend wird im Quelltext weiterhin durch die Fundamentaldaten gestützt.

An der NYSE schlossen die ADRs am Donnerstag bei 339,55 US-Dollar und liegen damit nur knapp unter dem frischen 52‑Wochen‑Hoch. Das unterstreicht, wie stark der Markt TSMC als Hebel auf den globalen KI-Infrastrukturzyklus betrachtet.

Am 16. April 2026 steht voraussichtlich der nächste Ergebnis-Call an – dann wird sich zeigen, wie schnell TSMC die Investitionsoffensive in zusätzliche Kapazität und Lieferfähigkeit übersetzen kann.

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