Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) steht vor der größten Investitionszusage seiner Unternehmensgeschichte. Laut übereinstimmenden Berichten haben die USA und Taiwan eine grundsätzliche Einigung über ein Handelsabkommen erzielt – mit massiven Auswirkungen auf den weltgrößten Chip-Auftragsfertiger. Im Gegenzug für Zollsenkungen soll TSMC seine US-Präsenz drastisch ausbauen.

165 Milliarden Dollar für Arizona

Der Kern der Vereinbarung: Die USA wollen die Importzölle auf taiwanesische Waren von 20 auf 15 Prozent senken. Im Gegenzug verpflichtet sich TSMC zum Bau von mindestens fünf weiteren Chipfabriken in Arizona. Insgesamt könnte das Investitionsvolumen auf 165 Milliarden Dollar anschwellen, langfristig sind bis zu zwölf Produktionsstätten geplant.

Diese strategische Expansion unterstreicht TSMCs zentrale Rolle für die US-Technologieindustrie und die Bestrebungen Washingtons, die Halbleiter-Lieferkette zu diversifizieren. An der heimischen Börse in Taipeh reagierten Anleger euphorisch: Die Aktie schloss am 13. Januar mit einem Plus von 1,18 Prozent auf einem Rekordhoch von 1.710 Taiwan-Dollar und trieb den Leitindex Taiex auf ein neues Allzeithoch.

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Analysten optimistisch vor Zahlenvorlage

Zusätzlichen Rückenwind erhält der Sektor durch positive Analystenstimmen. KeyBanc Capital Markets stufte die Konkurrenten Intel und AMD am Montag auf "Overweight" hoch – mit der Begründung, dass Server-CPUs für 2026 "größtenteils ausverkauft" seien. Da TSMC die Chips für AMD fertigt und eine dominante Position im Hochleistungsrechnen innehat, gilt dies als bullisches Signal für den Branchenprimus.

JPMorgan-Analyst Gokul Hariharan hob sein Kursziel jüngst auf 2.100 Taiwan-Dollar an und prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum von 30 Prozent in US-Dollar. Treiber sind die ungebremste Nachfrage nach 3-Nanometer-Chips (N3) und der Hochlauf der 2-Nanometer-Technologie (N2).

Quartalszahlen als nächster Katalysator

Am 15. Januar legt TSMC die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinnsprung von rund 27 Prozent im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Konsens mit einem Umsatzplus von etwa 31 Prozent – getrieben vom KI-Boom. Nvidia und AMD kämpfen um Fertigungskapazitäten, insbesondere für fortschrittliche Packaging-Technologien (CoWoS), die zum Flaschenhals der KI-Industrie geworden sind.

Entscheidend wird die Guidance für 2026 sein: Investoren achten auf die Bestätigung des prognostizierten Umsatzwachstums von 20 bis 30 Prozent. Zudem dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, wie sich die geplante 165-Milliarden-Expansion in den USA auf die Investitionsplanung der kommenden drei Jahre auswirkt – bisher waren Kapitalausgaben von mehr als 150 Milliarden Dollar vorgesehen. Auch die Bruttomarge wird unter die Lupe genommen: Kann TSMC trotz höherer Kosten durch den Übersee-Ausbau die Margen über 53 Prozent halten?

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