Masayoshi Son geht ins volle Risiko. Mit einer zusätzlichen Investition von 30 Milliarden Dollar baut die SoftBank Group ihre Beteiligung an OpenAI massiv aus. Der japanische Technologie-Investor sichert sich damit rund 13 Prozent am ChatGPT-Entwickler, doch die aggressive Finanzierung fordert die Bilanzstruktur heraus.

Gigantische Kapitalrunde

Am 27. Februar unterzeichnete der Konzern die Vereinbarung über den Vision Fund 2. Nach Abschluss der Transaktion hält SoftBank Anteile im Gesamtwert von 64,6 Milliarden Dollar an OpenAI. Dieser Schritt ist Teil einer historischen Finanzierungsrunde von insgesamt 110 Milliarden Dollar, an der sich auch NVIDIA und Amazon beteiligen. Die Bewertung des KI-Pioniers klettert damit vor dem neuen Kapitalzufluss auf 730 Milliarden Dollar.

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Finanzierung über Fremdkapital

Um die gewaltige Summe zu stemmen, setzt SoftBank zunächst auf Brückenkredite großer Finanzinstitute. Diese sollen später schrittweise durch vorhandene Vermögenswerte abgelöst werden. Das Management betonte, die Verschuldungsquote (Loan-to-Value) unter 25 Prozent halten zu wollen. Selbst in Krisenszenarien liegt die interne Obergrenze bei 35 Prozent. In der Bilanz werden die Anteile als Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert verbucht, was künftig zu volatilen Quartalsergebnissen führen dürfte.

Alles auf "Superintelligenz"

Der Schritt folgt auf bereits realisierte Buchgewinne. Allein zwischen April und Dezember verzeichnete SoftBank einen Wertzuwachs von 17 Milliarden Dollar bei seinem bestehenden OpenAI-Engagement. Gründer Masayoshi Son richtet das Portfolio kompromisslos auf "Künstliche Superintelligenz" (ASI) aus. Laut CFO Yoshimitsu Goto entfallen inzwischen 60 Prozent der Vermögenswerte auf diesen Sektor.

Solides Kerngeschäft als Basis

Während die KI-Wetten dominieren, liefert das klassische Telekommunikationsgeschäft stabile Erträge. Die Tochter SoftBank Corp steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 um 8 Prozent auf 5,2 Billionen Yen und hob die Jahresprognose an. Zudem profitiert die Holding von der Kursrallye bei der Tochter Arm Holdings, deren Chip-Designs zunehmend durch die globale KI-Nachfrage getrieben werden.

Ausblick auf den Börsengang

Die Strategie ist eindeutig: SoftBank schichtet Kapital aus anderen Beteiligungen um, um den noch unprofitablen KI-Marktführer zu finanzieren. Medienberichten zufolge bereitet OpenAI bereits für die zweite Jahreshälfte einen Börsengang vor. Für SoftBank wäre dies der entscheidende Moment, um die Bewertung der massiven Beteiligung am Markt zu validieren.

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