TKMS Aktie: Marktanteile gewonnen
Es geht um bis zu 37 Milliarden Euro und die langfristige Marktposition bei konventionellen U-Booten. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) liefert sich derzeit ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit der südkoreanischen Hanwha Ocean um das "Canadian Patrol Submarine Project". Wenige Wochen vor der finalen Angebotsabgabe bringt sich der Kieler Konzern mit neuen strategischen Partnerschaften in Stellung.
Die wichtigsten Fakten:
* Deadline: Finale Angebote bis 2. März 2026
* Potenzial: Geschätztes Auftragsvolumen von 37 Mrd. Euro
* Rückhalt: Rekord-Auftragsbestand von 18,7 Mrd. Euro
TKMS hat die Schlagzahl in Nordamerika deutlich erhöht. Erst am 12. Februar unterzeichneten die Kieler eine Kooperationsvereinbarung mit Magellan Aerospace. Ziel ist die gemeinsame Produktion von Schwertorpedos sowie deren langfristige Wartung. Dieser Schritt ist taktisch klug gewählt: Er erhöht die lokale Wertschöpfung in Kanada – ein oft entscheidendes Kriterium bei staatlichen Rüstungsaufträgen. Die Vereinbarung ergänzt bestehende Partnerschaften mit Seaspan Shipyards.
Südkorea macht Druck
Der Konkurrenzkampf könnte kaum intensiver sein. Der Rivale Hanwha Ocean tritt mit aggressiven Lieferversprechen an und stellt die erste U-Boot-Übergabe bereits für 2032 in Aussicht. TKMS hält mit dem Typ 212CD dagegen, einem Design, das bereits gemeinsam mit Norwegen realisiert wird. Die Deutschen visieren einen ähnlichen Zeitrahmen zwischen 2032 und 2033 an.
Das kanadische Projekt umfasst acht bis zwölf diesel-elektrische U-Boote inklusive eines 30-jährigen Wartungspakets. Für den erst im Dezember in den MDAX aufgestiegenen Konzern wäre der Zuschlag ein massiver Wachstumstreiber.
Rekordzahlen im Rücken
Operativ geht TKMS gestärkt in die finale Verhandlungsphase. Die am 11. Februar vorgelegten Quartalszahlen zeigten einen Auftragsbestand auf dem Rekordniveau von 18,7 Milliarden Euro. Das Management hob daraufhin die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an und erwartet nun ein Wachstum zwischen zwei und fünf Prozent.
Diese Zuversicht spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 97,65 Euro und damit in Schlagdistanz zum Allzeithoch von 100,60 Euro. Mit einem Zuwachs von rund 41 Prozent seit Jahresanfang gehört der Titel zu den starken Performern im deutschen Nebenwerte-Sektor.
Die Entscheidung fällt in den kommenden Monaten. Nach der Einreichung der finalen Angebote Anfang März wird die kanadische Regierung voraussichtlich im Mai oder Juni 2026 den Gewinner verkünden. Ein Sieg gegen Hanwha würde nicht nur die Auftragsbücher auf Jahrzehnte füllen, sondern auch die Unabhängigkeit der ehemaligen Thyssenkrupp-Sparte eindrucksvoll bestätigen.
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