Der Kieler Marineschiffbauer TKMS meldet einen historischen Meilenstein: Der Auftragsbestand erreicht mit 18,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Getrieben von europäischen Aufrüstungsprogrammen hebt das Unternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich an. Besonders bemerkenswert: Der größte Torpedo-Auftrag der Firmengeschichte.

Die wichtigsten Eckdaten des ersten Quartals:

  • Auftragsbestand: 18,7 Milliarden Euro – neuer Rekordwert
  • Auftragseingang: 904 Millionen Euro, inklusive historischem Torpedo-Deal
  • Neue Umsatzprognose: Plus zwei bis fünf Prozent (zuvor minus eins bis plus zwei Prozent)
  • EBIT-Marge: Mittelfristig über sieben Prozent angepeilt

Prognose deutlich nach oben korrigiert

TKMS erwartet nun ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent für das Geschäftsjahr 2025/26. Die vorherige Prognose hatte lediglich minus ein bis plus zwei Prozent vorgesehen – eine deutliche Verbesserung. Die bereinigte EBIT-Marge soll im Gesamtjahr über sechs Prozent liegen.

Im ersten Quartal blieb der Umsatz mit 545 Millionen Euro nahezu stabil (Vorjahr: 550 Millionen Euro). Das bereinigte EBIT lag unverändert bei 26 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich leicht auf 4,8 Prozent.

Der Free Cashflow betrug 33 Millionen Euro. Der hohe Vorjahreswert von 901 Millionen Euro resultierte aus außergewöhnlich hohen Kundenvorauszahlungen und ist daher nicht vergleichbar.

Unterschiedliche Segmentdynamik

Die drei Geschäftsbereiche entwickelten sich differenziert. Der Bereich Submarines verzeichnete einen Umsatzrückgang auf 231 Millionen Euro (Vorjahr: 315 Millionen Euro) – bedingt durch Timing-Effekte im projektbasierten Geschäft.

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Surface Vessels legte auf 174 Millionen Euro zu (Vorjahr: 126 Millionen Euro), getrieben von Neubauaktivitäten. Der stärkste Wachstumstreiber war Atlas Electronics mit 185 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 141 Millionen Euro) und 22 Millionen Euro bereinigtem EBIT.

Internationale Pipeline verspricht weiteres Wachstum

TKMS positioniert sich strategisch in mehreren Großprojekten. In Kanada gehört das Unternehmen zu den letzten zwei Bietern für einen Auftrag über bis zu zwölf U-Boote. In Indien laufen finale Verhandlungen für sechs U-Boote mit dem lokalen Partner.

In Deutschland ist das von TKMS geführte Joint Venture mit dem MEKO A-400-Design der einzige Bieter für die künftige Luftverteidigungsfregatte F127. Am Standort Wismar investiert das Unternehmen in Modernisierungen und baut die Kapazitäten aus. Mehr als 140 neue Mitarbeiter starteten Anfang Januar, bei voller Auslastung sollen dort bis zu 1.500 Menschen arbeiten.

Noch nicht im Auftragsbestand des Berichtszeitraums enthalten: Der nach Quartalsende unterzeichnete norwegische Auftrag für zwei weitere U-Boote des Typs 212CD.

TKMS wurde im Oktober 2025 von Thyssenkrupp abgespalten und ist seit Dezember im MDAX gelistet. Thyssenkrupp hält weiterhin 51 Prozent der Anteile. Die geopolitischen Spannungen und der US-Druck auf Europa, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, spielen dem Unternehmen in die Karten. Der Rekordauftragsbestand bietet eine solide Basis für die kommenden Jahre.

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