Am 27. Februar 2026 trat TKMS mit seiner ersten Hauptversammlung als börsennotiertes Unternehmen ins Rampenlicht – untermauert von einem Auftragsbestand in Rekordhöhe und einer angehobenen Umsatzprognose. Seit der Erstnotiz im Dezember 2025 legte die Aktie bereits über 50 Prozent zu. Doch können die ambitionierten Wachstumspläne des Marineschiffbauers die hohen Erwartungen erfüllen?

18,7 Milliarden Euro Auftragsbestand

Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen Rekordwert von 18,7 Milliarden Euro. Hinzu kamen Aufträge aus Norwegen im Rahmen des 212CD-U-Boot-Programms. Wichtige deutsche Projekte wie das künftige F128-Programm warten noch auf finale Entscheidungen nach einem vorläufigen Abkommen mit der zuständigen Bundesbehörde. Der Auftragseingang im ersten Quartal belief sich auf 904 Millionen Euro und umfasste den größten Torpedoauftrag in der Unternehmensgeschichte für die Deutsche Marine.

Mittelfristig peilt TKMS ein jährliches Wachstum von rund zehn Prozent sowie eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an.

Wismar wird zum Hybrid-Standort

Um den hohen Auftragsbestand abzuarbeiten, baut TKMS seine Kapazitäten gezielt aus. Der neue Standort in Wismar spielt dabei eine zentrale Rolle. Dort entsteht ein Hybridstandort für den Bau von U-Booten, Fregatten und Spezialschiffen wie der Polarstern. Die Teilproduktion soll bis Ende 2026 beginnen – zunächst mit U-Boot-Komponenten. Schrittweise folgt der Bau kompletter U-Boote, sobald die Infrastruktur fertiggestellt ist.

Zusätzlich sollen technologisch fortschrittliche Geschäftsfelder in den Bereichen unbemannte Plattformen, Marineelektronik, Systemvernetzung und Künstliche Intelligenz die Profitabilität steigern.

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BlueWhale an Bundeswehr übergeben

Zwei Tage vor der Hauptversammlung übergaben TKMS und Israel Aerospace Industries das autonome Unterwasserfahrzeug „BlueWhale" an die Deutsche Marine. Das 5,5 Tonnen schwere, 10,9 Meter lange Fahrzeug kann bis auf 300 Meter tauchen und je nach Missionsprofil zwei bis drei Wochen auf See bleiben. TKMS und sein Segment ATLAS ELEKTRONIK integrierten das fortschrittliche U-Boot-Abwehr-Schleppsonar.

Die Übergabe auf dem Marinestützpunkt Eckernförde unterstreicht die operative Leistungsfähigkeit des Konzerns und fügt sich in das Modernisierungsprogramm „Kurs Marine 2035+" der Deutschen Marine ein.

Kanada und Indien im Visier

Die internationale Expansion nimmt Fahrt auf. Eine wegweisende Entscheidung der kanadischen Regierung über einen Auftrag für zwölf konventionelle U-Boote wird zwischen Mai und Juni 2026 erwartet. TKMS trifft dabei auf den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean.

In Indien steht nach ausgedehnten technischen und kommerziellen Gesprächen eine finanzielle Prüfung an. Der nächste Schritt ist die Überprüfung durch das Cabinet Committee on Security. Eine formelle Unterzeichnung, ursprünglich für Ende März geplant, wird voraussichtlich in das neue Haushaltsjahr verschoben. Bei Vertragsunterzeichnung wäre dies das weltweit teuerste konventionelle U-Boot-Abkommen.

Übernahmepläne für German Naval Yards

CEO Oliver Burkhard skizzierte auf der Hauptversammlung eine klare Strategie: TKMS will ein zentraler Architekt bei der Konsolidierung des maritimen Verteidigungssektors in Europa werden. Im Januar 2026 hatte das Unternehmen bereits ein unverbindliches Angebot für den kleineren Konkurrenten German Naval Yards Kiel abgegeben.

Erste Dividende 2027

Wie vor dem Börsengang angekündigt, plant TKMS für das laufende Geschäftsjahr erstmals 2027 eine Dividende auszuschütten. Mittelfristig strebt der Konzern eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Jahresergebnisses an.

Die TKMS-Aktie notiert aktuell bei 95,55 Euro. Anleger dürften nun vor allem auf konkrete Fortschritte bei den internationalen Großaufträgen und den Kapazitätsausbau in Wismar achten. Ob aus dem Rekordauftragsbestand auch verlässliche Lieferungen werden, entscheidet sich in den Werften und entlang der Lieferkette.

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