Der Höhenflug des Kieler Marineschiffbauers ist vorerst gestoppt. Während die Auftragsbücher auf Rekordniveau liegen, gerät die TKMS-Aktie im Sog einer breiteren Sektor-Schwäche unter Druck. Anleger stehen vor der Frage: Handelt es sich um notwendige Gewinnmitnahmen nach der Rallye oder kippt die Stimmung nachhaltig?

  • Wochenverlust: Die Aktie verlor auf 7-Tages-Sicht 7,86 Prozent.
  • Fundamental: Rekord-Auftragsbestand von 18,2 Milliarden Euro stützt das Geschäft.
  • Nächster Termin: Quartalszahlen am 11. Februar 2026.

Ein Analystenbriefing sorgte heute für spürbare Verunsicherung im gesamten europäischen Rüstungssektor. Die TKMS-Papiere konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen und notieren aktuell bei 89,15 Euro. Mit einem deutlichen Wochenverlust steuert der Titel auf einen technisch überverkauften Zustand zu – der RSI von 32,3 deutet bereits darauf hin. Nach dem rasanten Anstieg von rund 29 Prozent seit Jahresbeginn nutzen viele Marktteilnehmer die Gelegenheit für Gewinnsicherungen. Charttechnisch wurde dabei zuletzt die 20-Tage-Linie unterschritten.

Operative Stärke als Gegenpol

Fundamental erzählt das Unternehmen eine gänzlich andere Geschichte. Das operative Geschäft läuft unbeeindruckt vom Börsenkurs auf Hochtouren. Mit einem Auftragsbestand von 18,2 Milliarden Euro und einem um 53 Prozent gesteigerten bereinigten EBIT im abgelaufenen Geschäftsjahr untermauert der Konzern seine Wachstumsambitionen. Der operative Cashflow hat sich zuletzt verdoppelt, was die finanzielle Substanz des Börsenneulings unterstreicht.

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Indien und Kanada im Blick

Die Fantasie für die Zukunft speist sich aus potenziellen Großaufträgen. Besonders in Indien haben sich die Chancen massiv verbessert, da TKMS dort nach Unternehmensangaben als einziger verbleibender Bieter für sechs U-Boote in aktiven Verhandlungen steht. Auch in Kanada konkurriert der Konzern noch im laufenden Jahr gegen Hanwha Ocean um bis zu zwölf U-Boote. Zusätzlich wurde der Auftragsbestand durch die Aufstockung des norwegischen U-Boot-Programms und einen Vorvertrag für Fregatten mit Deutschland weiter gefestigt.

Die kurzfristige Richtung dürfte sich am 11. Februar entscheiden. Dann legt TKMS die Zahlen für das erste Quartal vor. Sollte das Management die prognostizierte Margenverbesserung bestätigen und einen soliden Start in das neue Geschäftsjahr präsentieren, rückt der aktuelle Kursrücksetzer wieder stärker in den Kontext einer technischen Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends.

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