Der australische Verteidigungsspezialist Electro Optic Systems (EOS) meldet eine spektakuläre Verdreifachung seines Auftragsbestands inmitten eines globalen Rüstungsbooms. Doch während das operative Geschäft durch Großaufträge brummt, sorgen widersprüchliche Aussagen über einen möglichen Umzug der Firmenzentrale nach Europa für Unruhe bei den Aktionären. Plant das Unternehmen tatsächlich den kompletten Abschied aus Australien?

Operatives Wachstum im Zeitraffer

Die am Montag veröffentlichten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Zum 31. Dezember 2025 kletterte der gesicherte Auftragsbestand auf 459 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Ende 2024 lagen die Bücher noch bei lediglich 136 Millionen Dollar. Dieser massive Zuwachs basiert auf einer breiten geografischen Streuung der Neuaufträge.

Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem das australische LAND 400-3 Modernisierungsprogramm sowie ein Vertrag mit einem NATO-Mitgliedsstaat über fortschrittliche Drohnenabwehrsysteme. Auch aus Nordamerika und Südkorea meldete das Unternehmen verbindliche Bestellungen, insbesondere für Hochenergie-Laserwaffen. Finanziell machte sich dies bereits im letzten Quartal bemerkbar: EOS verzeichnete einen positiven operativen Cashflow, gestützt durch verbesserte Zahlungseingänge.

Zusätzlich stärkte EOS seine Marktposition im Januar durch die Übernahme der europäischen MARSS Group. Der Zukauf zielt darauf ab, die KI-gestützte Software von MARSS mit der bestehenden EOS-Hardware zu verknüpfen, um im kritischen Bereich der Drohnenabwehr wettbewerbsfähiger zu werden.

Verwirrung um Standortfrage

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Trotz der operativen Erfolge sorgte die strategische Ausrichtung zuletzt für Diskussionen. Ein Reuters-Bericht zitierte Ende Januar CEO Andreas Schwer mit der Aussage, eine Verlegung von Hauptsitz und Börsennotierung nach Europa sei "sehr wahrscheinlich". Als potenzielle Ziele wurden Deutschland oder Amsterdam genannt.

Das Board reagierte am Montag jedoch mit einem klaren Dementi auf diese Spekulationen. Es seien keine Entscheidungen bezüglich einer Standortverlagerung getroffen worden, und solche Pläne würden derzeit auch nicht geprüft. Das Management räumte lediglich ein, dass das starke Wachstum in Europa künftig zu einer Ausweitung der Aktivitäten in dieser Region führen könnte.

Fokus Europa

Dass Europa für EOS immer wichtiger wird, ist unbestritten. Bereits im September 2025 erfolgte das Listing der Aktie im Frankfurter Open Market. Zuvor sicherte sich das Unternehmen einen Auftrag im Wert von 125 Millionen AUD für ein Hochenergie-Lasersystem. Berichten zufolge handelte es sich dabei um den weltweit ersten Exportvertrag für eine Laserwaffe der 100-Kilowatt-Klasse, die an die Niederlande geliefert wird. Aktuell befindet sich EOS zudem in Gesprächen mit zehn europäischen Regierungen über weitere Aufträge und entwickelt bereits ein noch leistungsstärkeres 300-kW-System zur Abwehr von Raketen.

Anleger blicken nun auf den 4. März 2026. An diesem Datum will EOS die vollständigen Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen, die zeigen werden, wie effizient das Unternehmen das rasante Auftragswachstum in Gewinne ummünzen kann.

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