Tilray Brands Aktie: Umsatzrekord erzielt
Tilray Brands meldet sich mit starken operativen Kennzahlen zurück. Der Cannabis- und Konsumgüterkonzern übertraf im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen der Analysten und verzeichnete den höchsten Quartalserlös seiner Geschichte. Während das internationale Geschäft floriert, kämpft eine wichtige Sparte jedoch weiterhin mit Gegenwind.
Überraschung beim Umsatz
Mit einem Nettoumsatz von 217,5 Millionen Dollar gelang dem Unternehmen das beste zweite Quartal der Firmengeschichte. Dies entspricht einem Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt über der Konsensschätzung der Wall Street von 211,15 Millionen Dollar. Gleichzeitig konnte der Nettoverlust drastisch um 49 Prozent auf 43,5 Millionen Dollar reduziert werden. Der bereinigte Verlust pro Aktie lag mit 0,02 Dollar genau im Rahmen der Erwartungen.
CEO Irwin D. Simon führte das Ergebnis auf die disziplinierte Umsetzung innerhalb des diversifizierten Portfolios zurück. Besonders die Profitabilität stand im Fokus: Der operative Cashflow verbesserte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Internationales Geschäft als Wachstumsmotor
Wachstumstreiber war vor allem das internationale Cannabis-Geschäft, das um beeindruckende 36 Prozent zulegte. Trotz regulatorischer Übergangsphasen in Schlüsselmärkten wie Deutschland und Portugal baut Tilray seine Marktpräsenz in Europa erfolgreich aus. Dies schlug sich auch in der Bruttomarge des Segments nieder, die auf 39 Prozent kletterte.
Auch die Pharmasparte (Tilray Pharma) glänzte mit einem Rekordumsatz von 85,3 Millionen Dollar, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Das Unternehmen plant hier weitere Expansionen durch strategische Partnerschaften mit tausenden Apotheken.
Sorgenkind Getränkesparte
Weniger erfreulich entwickelte sich hingegen das Getränkesegment. Hier brach der Umsatz um 21 Prozent auf 50,1 Millionen Dollar ein, belastet durch die allgemeine Schwäche im Craft-Beer-Markt. Die Bruttomarge in diesem Bereich schrumpfte von 40 auf 31 Prozent. Das Management steuert mit dem Optimierungsprogramm "Project 420" gegen, das bis zum vierten Quartal jährliche Kosteneinsparungen von 33 Millionen Dollar realisieren soll.
Bilanz und Marktreaktion
Die finanzielle Basis des Unternehmens hat sich gefestigt. Tilray verfügt nun über liquide Mittel von 291,6 Millionen Dollar und wandelte seine frühere Nettoverschuldung in ein Nettofinanzguthaben von rund 27,4 Millionen Dollar um. Für das Gesamtjahr bestätigte die Führungsetage das bereinigte EBITDA-Ziel von 62 bis 72 Millionen Dollar.
An der Börse sorgten die am 8. Januar veröffentlichten Zahlen zunächst für Kaufinteresse. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise fast 7 Prozent zu, gab diese Gewinne im weiteren Verlauf jedoch wieder ab und schloss am 10. Januar bei 9,18 Dollar. Zu beachten ist hierbei die am 2. Dezember 2025 durchgeführte Aktienzusammenlegung (Reverse Split) im Verhältnis 1 zu 10.
Der Fokus richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht im April 2026. Investoren werden dann genau beobachten, ob die Stabilisierungsmaßnahmen im Getränkemarkt greifen und welche Fortschritte das Unternehmen bei der Vorbereitung auf eine mögliche Neueinstufung von Cannabis auf US-Bundesebene macht.
Tilray-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tilray-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Tilray-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tilray-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tilray: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








