Thyssenkrupp Aktie: Zukunftsträchtige Innovationen!
Essen entlädt gleich zwei Bomben auf einmal: Thyssenkrupp macht ernst mit dem Konzernumbau und liefert binnen weniger Tage zwei strategische Coups ab. Der Verkauf einer Autozuliefersparte ist perfekt – und parallel startet ein millionenschweres Wasserstoff-Projekt. Während die Aktie auf Jahressicht bereits über 130% zugelegt hat, warnen erste Analysten vor zu viel Euphorie. Wird der Traditionskonzern seinem neuen Glanz gerecht?
Autozulieferer wird abgestoßen – Agile Robots übernimmt
Der erste Paukenschlag: Thyssenkrupp trennt sich von seiner Sparte Automation Engineering. Der Käufer ist Agile Robots, ein Münchner Hightech-Unternehmen und Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Die Verträge sind unterschrieben, das sogenannte "Signing" ist abgeschlossen.
Was fehlt? Nur noch die regulatorischen Genehmigungen. Sobald die Kartellbehörden grünes Licht geben, wird der Deal final. Unter dem neuen Eigentümer firmiert der Bereich künftig als "Krause Automation". Die Strategie dahinter: Agile Robots will klassischen Anlagenbau mit KI und Robotik verschmelzen.
Die wichtigsten Fakten zum Deal:
- Vertraglich besiegelt, Vollzug in den kommenden Monaten
- Neuer Name: Krause Automation
- Teil der Portfolio-Bereinigung im Automotive-Sektor
- Ziel: Kapitalmarktfähigkeit der verbleibenden Geschäfte steigern
Für Thyssenkrupp bedeutet das: Ein weiterer Schritt weg vom unübersichtlichen Mischkonzern, hin zu fokussierten Einheiten. Der Markt honorierte diese Klarheit – die Aktie hielt sich stabil über der 9-Euro-Marke.
Wasserstoff-Offensive nimmt Fahrt auf
Kaum ist die Tinte unter dem Autozulieferer-Deal getrocknet, folgt bereits Schlag Nummer zwei. Die Tochter Thyssenkrupp Uhde und der Energiekonzern Uniper besiegelten einen Rahmenvertrag für das Wasserstoff-Hub Wilhelmshaven. Das Projekt hat Gewicht: Bis zu sechs Anlagen zur Ammoniak-Spaltung sollen entstehen – mit einer täglichen Gesamtkapazität von rund 7.200 Tonnen.
Worum geht es konkret? Grüner Wasserstoff wird oft als Ammoniak transportiert, weil das einfacher ist. Am Zielort muss das Ammoniak dann wieder in Wasserstoff umgewandelt werden – und genau hier liefert Thyssenkrupp die Technologie. Ein Schlüsselbaustein für Deutschlands Energiewende.
Aktuell läuft die Pre-FEED-Phase, also die Vorplanung. Ende 2026 soll die detaillierte Planungsphase starten. Dann wird es ernst: Mit dem Start der FEED-Phase rücken verbindliche Investitionsentscheidungen näher. Für Anleger bedeutet das die Chance auf konkrete Aufträge und Umsätze im Milliardenbereich.
Analysten bremsen die Euphorie
Die Aktie hat seit Jahresbeginn eine beeindruckende Rally hingelegt – plus 133%. Von den Tiefstständen bei knapp 4 Euro hat sich das Papier auf über 9 Euro mehr als verdoppelt. Der Markt feiert den Umbau, die Wasserstoff-Fantasie und die klarere Struktur.
Doch nicht alle teilen die Begeisterung. JPMorgan stufte das Papier am 26. November auf "Neutral" mit einem Kursziel von 7,70 Euro ein. Das liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau von 9,41 Euro. Die Diskrepanz zeigt: Während der Markt bereits künftige Erfolge einpreist, bleiben konservative Analysten skeptisch.
Die Frage lautet: Ist die Bewertung gerechtfertigt? Oder hat die Aktie zu viel vorweggenommen? Die Antwort hängt maßgeblich davon ab, wie schnell und erfolgreich die angekündigten Deals umgesetzt werden.
Was jetzt entscheidend wird
Zwei Faktoren bestimmen die nächsten Wochen:
Erstens die Regulatorik. Winken die Kartellbehörden den Verkauf von Automation Engineering zügig durch, wäre das ein starkes Signal für die Exekutionsfähigkeit des Managements. Verzögerungen hingegen würden Zweifel säen.
Zweitens die Wasserstoff-Pipeline. Sobald Uniper und Thyssenkrupp grünes Licht für die FEED-Phase geben, wird es verbindlich. Dann stehen konkrete Investitionssummen im Raum – und damit auch handfeste Aufträge für Thyssenkrupp Uhde.
Technisch muss die Aktie das Niveau über 9 Euro verteidigen. Ein Rückfall würde Gewinnmitnahmen auslösen und könnte die Stimmung kippen lassen. Mit einem RSI von 68 bewegt sich das Papier bereits in einem erhöhten Bereich – hier ist Vorsicht geboten.
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