Thyssenkrupp Aktie: Warnsignal von BlackRock
Die Rüstungsfantasie treibt den Kurs, doch im Hintergrund agieren Großinvestoren vorsichtig. Während Privatanleger auf einen Milliarden-Deal der U-Boot-Sparte in Kanada hoffen, hat der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligung signifikant verringert. Nutzen institutionelle Adressen die aktuelle Stärke lediglich für den Ausstieg?
- Rückzug: BlackRock senkt Stimmrechtsanteile auf 5,35 Prozent.
- Kurstreiber: Spekulation auf 12-Milliarden-Euro U-Boot-Deal in Kanada.
- Analystencheck: Barclays sieht Kursziel bei 9,00 Euro deutlich überschritten.
- Performance: Kursplus von rund 156 Prozent auf 12-Monats-Sicht.
Gewinnmitnahmen durch Großinvestor
Mitten in einer dynamischen Aufwärtsbewegung sorgt eine Pflichtmitteilung für Gesprächsstoff. Wie aus einer Meldung vom 21. Januar 2026 hervorgeht, hat BlackRock seine Position an Thyssenkrupp zum Stichtag 19. Januar angepasst. Der Anteil der Stimmrechte sank von zuvor 6,52 Prozent auf nun 5,35 Prozent.
Dieser Teilverkauf erfolgt in einer Phase technischer Stärke. Die Aktie schloss gestern (Mittwoch) bei 10,48 Euro und liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 9,80 Euro. Dass ein Schwergewicht wie BlackRock in eine laufende Rallye hinein Anteile abstößt, werten Marktbeobachter oft als Indikator dafür, dass das aktuelle Bewertungsniveau als attraktiv für Gewinnmitnahmen angesehen wird.
Rüstungssparte als Motor
Treibstoff für die jüngsten Kursgewinne liefert primär die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Obwohl TKMS seit Oktober 2025 eigenständig an der Börse gelistet ist, profitiert die Muttergesellschaft weiterhin stark von der Bewertung ihrer verbliebenen Anteile.
Im Fokus steht ein potenzieller Großauftrag aus Kanada. Das Unternehmen verhandelt über ein U-Boot-Paket mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro und konkurriert dabei direkt mit südkoreanischen Anbietern. Diese Perspektive hat dem Titel auf Jahressicht zu einem massiven Anstieg von über 156 Prozent verholfen. Sollte der Zuschlag jedoch ausbleiben, droht eine Neubewertung der im Kurs enthaltenen Vorschusslorbeeren.
Warnung vor Überhitzung
Die fundamentale Einschätzung der Analysten hält mit der Kursentwicklung kaum Schritt. Die britische Investmentbank Barclays hat ihr Kursziel zwar kürzlich auf 9,00 Euro angehoben, belässt die Einstufung aber auf "Underweight".
Die Diskrepanz zwischen Marktpreis und Analystenziel ist offensichtlich. Mit Notierungen oberhalb von 10 Euro handelt die Aktie weit über dem fairen Wert, den die Experten veranschlagen. Als Belastungsfaktor gilt weiterhin das Stahlgeschäft. Trotz laufender Verkaufsgespräche kämpft dieser Bereich mit strukturellen Problemen, die durch die Rüstungseuphorie derzeit lediglich überdeckt werden.
Fazit
Die Thyssenkrupp-Aktie befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen technischer Euphorie und fundamentaler Skepsis. Während das Chartbild mit einem Abstand von knapp 7 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt intakt wirkt, mahnt der Ausstieg von BlackRock zur Vorsicht. Anleger müssen einkalkulieren, dass bei negativen Nachrichten aus Kanada das Rückschlagspotenzial bis zur Analysten-Zielmarke von 9 Euro erheblich wäre.
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