Thyssenkrupp Aktie: Verkauf wackelt
Der geplante Verkauf der Stahlsparte an den indischen Konzern Jindal droht zu platzen. Nach einer vertieften Buchprüfung stellt der potenzielle Käufer deutlich härtere Forderungen, als ursprünglich vereinbart – mit massiven Konsequenzen für die Belegschaft und die weitere Entwicklung der Thyssenkrupp Aktie.
Jindal fordert massiven Zusatz-Kahlschlag
Die Eskalation kommt zur Unzeit: Jindal Steel & Power pocht nach Einsicht in die Bücher von Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) auf einen weiteren Stellenabbau von 2.000 bis 3.000 Arbeitsplätzen. Diese Kürzungen kämen zusätzlich zu einem bereits beschlossenen Sanierungstarifvertrag, der ohnehin die Streichung von 11.000 Stellen vorsieht.
Die IG Metall reagierte umgehend mit einer klaren Absage. Die Gewerkschaft bezeichnet die bestehenden Sanierungsvereinbarungen als "unantastbar" und signalisiert damit Konfrontationsbereitschaft. Was ursprünglich als strategischer Befreiungsschlag gedacht war, entwickelt sich zum Bumerang.
Die kritischen Faktoren:
- Zusätzlicher Stellenabbau von 2.000-3.000 Jobs gefordert
- Bestehender Sanierungstarifvertrag sieht bereits 11.000 Kürzungen vor
- IG Metall verweigert Zustimmung zu Nachverhandlungen
- Schwieriges konjunkturelles Umfeld belastet operative Ertragslage
Hauptversammlung als Richtungsentscheid
Der Konzern steckt in der Zwickmühle: Ohne Umbau keine Zukunftsfähigkeit, aber ein offener Konflikt mit der IG Metall gefährdet jede Umsetzung. Die hohen Restrukturierungskosten belasten zusätzlich die operative Ertragslage, während ein kürzlich vermeldeter Liefervertrag für grünen Stahl mit dem schwedischen Unternehmen Stegra ab 2027 nur langfristige Perspektiven bietet.
Am 30. Januar 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Dort muss der Vorstand den Aktionären konkrete Antworten liefern. Gelingt keine tragfähige Lösung im Konflikt mit Jindal, fehlt dem aktuellen Kursniveau die fundamentale Grundlage – und die Stahlsparte bleibt ein massiver Unsicherheitsfaktor für die gesamte Gruppe.
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