Der Augsburger Antriebsspezialist RENK Group hat am 5. März Rekordergebnisse für 2025 vorgelegt – Umsatz und Auftragsbestand erreichten neue Höchststände. Trotzdem sackte die Aktie um 3,7 Prozent ab. Der Grund: Die Prognose für 2026 blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Starkes Wachstum im Kerngeschäft

RENK steigerte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT kletterte um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101,3 Millionen Euro.

Besonders das Segment Vehicle Mobility Solutions überzeugte: Mit einem Plus von fast 25 Prozent auf 872 Millionen Euro lieferte der Bereich das stärkste Wachstum aller drei Geschäftsfelder. Die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischen Antriebslösungen trieb auch den Auftragseingang auf ein Rekordniveau von 1,57 Milliarden Euro. Der Gesamtauftragsbestand erreichte mit 6,68 Milliarden Euro ein Allzeithoch – das entspricht dem 4,9-fachen des Jahresumsatzes.

Warum die Börse enttäuscht reagiert

Die Zurückhaltung der Anleger hat zwei Gründe: Zum einen liegt der Mittelpunkt der EBIT-Prognose für 2026 rund zwei Prozent unter dem Analystenkonsens. RENK erwartet ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro bei einem Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro.

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Zum anderen bereitet der freie Cashflow Sorgen. Er bleibt hinter den operativen Gewinnen zurück, und rund 200 Millionen Euro an Aufträgen rutschten vom vierten Quartal 2025 ins laufende Jahr. Das deutet darauf hin, dass die Umsetzung des prall gefüllten Auftragsbuchs langsamer vorankommt als erhofft.

Investitionen in USA und Dividendenerhöhung

RENK setzt auf internationale Expansion: Bis 2030 fließen 150 Millionen US-Dollar in den Standort Michigan, um die Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern. Das US-Geschäft RENK America übertraf 2025 bereits einen Auftragseingang von 550 Millionen Dollar. Parallel dazu investiert das Unternehmen im Rahmen der Initiative „Made for Germany" rund 325 Millionen Euro bis 2028 in Innovationen am heimischen Standort.

Aktionäre profitieren von der positiven Entwicklung: Der Vorstand schlägt für die Hauptversammlung am 10. Juni eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor – 38 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ausblick: Solide Basis trotz Fragezeichen

RENK bleibt auf Wachstumskurs und richtet sein Portfolio konsequent auf den Verteidigungssektor aus. Bis 2030 sollen rund 90 Prozent des Umsatzes aus diesem Bereich stammen. Der historisch hohe Auftragsbestand bietet substanzielle Umsatzvisibilität für die kommenden Jahre. Die Kursschwäche dürfte vor allem auf die verhaltene Guidance und Cashflow-Bedenken zurückzuführen sein.

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