Thyssenkrupp Aktie: Umbau beschleunigt
Thyssenkrupp treibt den Konzernumbau spürbar voran – und nimmt dabei ausgerechnet eine der umsatzstärksten Sparten ins Visier. Materials Services könnte 2026 ausgegliedert, an die Börse gebracht oder komplett verkauft werden. Dazu passen auffällige Insiderkäufe aus der Führungsetage, die dem Kurs zuletzt zusätzlichen Rückenwind gaben.
Materials Services: Abspaltung, IPO oder Verkauf
Konkret prüft das Management, den Bereich Materials Services im Jahr 2026 zu verselbstständigen. Im Raum stehen drei Wege: Abspaltung, Börsengang oder ein vollständiger Verkauf. Ein IPO wäre laut Planungen frühestens im Herbst 2026 möglich – die genaue Timing-Entscheidung hängt jedoch maßgeblich von der operativen Entwicklung im laufenden Quartal ab.
Materials Services ist für Thyssenkrupp ein Schwergewicht: Im Geschäftsjahr 2024/25 setzte die Sparte 11,4 Milliarden Euro um und beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. Für eine mögliche Verselbstständigung wird zudem die Rechtsform KGaA geprüft, um Einfluss und Kontrolle zu sichern. Parallel soll KI helfen, Lieferketten in der Sparte technologisch zu optimieren.
Kommt es hingegen zu einem Komplettverkauf, wird auf Basis von Branchenvergleichen ein Bewertungspotenzial von rund zwei Milliarden Euro genannt. Genau hier liegt auch der Kern der Story: Wie viel Wert lässt sich durch die geplanten Strukturmaßnahmen tatsächlich sichtbar machen?
Insiderkäufe und Analysten-Schub
Flankiert werden die strategischen Überlegungen von Directors’ Dealings: Am 18. und 19. Februar kauften mehrere Vorstandsmitglieder Aktien im Gesamtwert von über 238.000 Euro. Vorstandschef Miguel Ángel López Borrego allein investierte rund 90.000 Euro.
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Auch von Analystenseite kam Unterstützung. Jefferies stufte am 20. Februar auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel leicht von 12,50 auf 13,00 Euro. Als Argumente nannte die Bank politischen Rückenwind für die europäische Stahlindustrie (mögliche Schutzzölle) sowie zusätzliche Werttreiber durch die anvisierten Abspaltungen.
Am Freitag schloss die Aktie bei 11,36 Euro und legte am Tag um 5,29% zu. Damit liegt sie zwar noch rund 14% unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,24 Euro, notiert aber klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (10,00 Euro) – ein Hinweis auf den zuletzt stabileren Trend.
Finanzholding als Zielbild
Die Pläne rund um Materials Services sind Teil einer größeren Neuausrichtung: Thyssenkrupp will sich Schritt für Schritt zur Finanzholding umbauen, in der die industriellen Segmente kapitalmarktreif gemacht werden. Als Referenzpunkte dienen dabei bereits gelistete Einheiten wie Nucera sowie die von den Aktionären legitimierte Abspaltung der Marinesparte TKMS.
Parallel laufen weiterhin Gespräche mit der indischen Jindal-Gruppe über eine mögliche Übernahme des klassischen Stahlgeschäfts. 2026 dürfte damit zum Schlüsseljahr werden – vor allem dann, wenn Thyssenkrupp bei Materials Services tatsächlich den Weg Richtung Börse oder Verkauf konkretisiert.
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