Thyssenkrupp Aktie: Material-Abspaltung noch 2026
Der Essener Industriekonzern könnte seine Werkstoffhandels-Sparte Materials Services schneller verselbstständigen als bisher erwartet. Laut Insidern sind mehrere Optionen auf dem Tisch – von der Abspaltung über einen Börsengang bis hin zum Verkauf. Bereits im Herbst 2026 könnte es so weit sein.
KGaA-Struktur soll Kontrolle sichern
Materials Services, das mit 11,4 Milliarden Euro mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes beisteuert, könnte in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt werden. Diese Rechtsform würde es Thyssenkrupp ermöglichen, auch bei einem Mehrheitsverkauf die Kontrolle über das Geschäft zu behalten – eine bewährte Konstruktion, die strategische Flexibilität mit Einfluss verbindet.
Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten die Pläne. Ein Thyssenkrupp-Sprecher zeigte sich zuversichtlich: "Wir sind überzeugt, dass Materials Services erfolgreich an den Kapitalmarkt gebracht werden kann – auch in einem herausfordernden Umfeld." Der genaue Zeitpunkt hänge vom Marktumfeld ab, die Strukturfrage werde sorgfältig geprüft.
Performance-Verbesserung als Bedingung
Eine zentrale Voraussetzung für die Verselbstständigung ist die operative Entwicklung im laufenden zweiten Geschäftsquartal bis Ende März 2026. Zeigt die Sparte hier eine verbesserte Performance, steht einem Börsengang im Herbst nichts mehr im Weg. Die Strukturanpassungen seien abgeschlossen, die Kostenbasis deutlich verbessert, betont das Unternehmen.
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Der Markt für Werkstoffhandel bietet reichlich Konsolidierungspotenzial. Wettbewerber Klöckner & Co steht vor einer Übernahme durch Worthington Steel für 2,4 Milliarden Dollar. Rechnet man diese Bewertung von 8,5-fach dem Kerngewinn auf Materials Services um, könnte die Sparte rund 2 Milliarden Euro wert sein.
Umbau schreitet voran
CEO Miguel Lopez treibt die Transformation in eine Finanzholding mit eigenständigen Gesellschaften konsequent voran. Die U-Boot-Sparte TKMS und Nucera sind bereits börsennotiert, mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel International laufen Verkaufsgespräche über die Stahlsparte Steel Europe.
Die Thyssenkrupp-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten und legte im XETRA-Handel zeitweise 3,36 Prozent auf 11,09 Euro zu.
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