Thyssenkrupp treibt den Umbau zur Finanzholding weiter voran. Noch in diesem Jahr soll die Werkstoffhandelssparte Materials Services verselbstständigt werden. Verschiedene Optionen stehen zur Debatte – von der Abspaltung über einen Börsengang bis hin zum Verkauf.

Mehrere Szenarien werden geprüft

Das Unternehmen erwägt unterschiedliche Wege für die Zukunft von Materials Services. Neben einer klassischen Abspaltung oder einem IPO kommt auch die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) infrage. Diese Rechtsform würde es Thyssenkrupp ermöglichen, selbst bei einem Teilverkauf die Kontrolle zu behalten.

Ein Konzernsprecher bestätigte die Pläne und verwies auf das Potenzial für eine Konsolidierung im Werkstoffhandel. Die Sparte erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter.

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Systematischer Konzernumbau unter López

CEO Miguel López setzt die Transformation des Industriekonzerns konsequent fort. Bereits an die Börse gebracht wurden die Wasserstofftochter Nucera und die Marinesparte TKMS. Parallel dazu laufen fortgeschrittene Verhandlungen über einen Verkauf der Stahlsparte Steel Europe an Jindal Steel International.

Die Strategie zielt darauf ab, aus dem weitverzweigten Konglomerat eine schlanke Holding mit eigenständig agierenden Gesellschaften zu formen. Mit der geplanten Verselbstständigung von Materials Services würde ein weiterer großer Geschäftsbereich diesen Weg gehen.

Gemischte Signale aus den Tochtergesellschaften

Während TKMS kürzlich eine neue Fertigungsstätte für U-Boot-Komponenten in Israel eröffnete, meldete Nucera für das erste Quartal 2025/26 einen Umsatzrückgang von 44 Prozent auf 147 Millionen Euro. Das Unternehmen führt dies auf den hohen Fertigstellungsgrad laufender Kundenprojekte zurück und investiert gleichzeitig deutlich mehr in Forschung und Entwicklung.

Die Aktie notiert aktuell bei 10,87 Euro. Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung der Materials-Services-Verselbstständigung dürfte in den kommenden Monaten fallen und könnte neue Impulse für die Bewertung setzen.

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