Thyssenkrupp Aktie: Notbremse gezogen
Die Transformation hin zu grünem Stahl erweist sich für den Industriekonzern als deutlich steiniger als geplant. Thyssenkrupp hat eine entscheidende Ausschreibung für grünen Wasserstoff vorerst gestoppt, da die aufgerufenen Preise jegliche Kalkulation sprengen. Diese Entwicklung zwingt das Management nicht nur zum Umdenken, sondern auch zurück an den Verhandlungstisch mit der Politik.
Preisschock bei der Energiebeschaffung
Die Realität an den Energiemärkten holt die ambitionierten Pläne ein. Thyssenkrupp Steel hat ein bereits im Februar 2024 gestartetes Bieterverfahren für die Belieferung des Duisburger Werks mit grünem Wasserstoff auf Eis gelegt. Der Grund ist eindeutig: Die eingegangenen Preisangebote lagen "deutlich höher" als vom Unternehmen erwartet. Zwar hält der Konzern grundsätzlich am Bau der Direktreduktionsanlage fest, doch die Betriebskosten drohen unter den aktuellen Marktbedingungen aus dem Ruder zu laufen.
Nachverhandlungen unvermeidbar
Die Diskrepanz zwischen Plan und Realität hat nun auch politische Konsequenzen. Das Management verhandelt derzeit mit der Bundesregierung über eine Anpassung der staatlichen Förderlogik. Die ursprünglichen Investitionsentscheidungen basierten auf Annahmen zur Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Wasserstoff, die sich als zu optimistisch erwiesen haben. Der Energieträger ist nicht nur teurer, sondern voraussichtlich auch erst später in ausreichenden Mengen verfügbar als angenommen.
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Markt reagiert volatil
Diese fundamentale Unsicherheit belastete den Kurs zu Wochenbeginn spürbar. Am heutigen Mittwoch zeigt sich die Aktie jedoch widerstandsfähig und verzeichnet ein Plus von 2,66 % auf 9,89 Euro. Dennoch bleibt das charttechnische Bild angespannt: Der Kurs notiert weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 10,71 Euro, und auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 11 % zu Buche.
Die wirtschaftliche Tragfähigkeit der "Grünen Transformation" bleibt der zentrale Risikofaktor für die Bewertung des Unternehmens. Solange keine Lösung für die hohen Wasserstoffkosten gefunden ist – sei es durch den Markt oder angepasste Subventionen – dürfte die Aktie anfällig für weitere Schwankungen bleiben.
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