Der Industriekonzern profitiert derzeit massiv von Spekulationen um einen gigantischen Rüstungsdeal in Nordamerika. Die ehemalige Tochter TKMS wirft nicht nur moderne U-Boote, sondern ein umfassendes Wirtschaftspaket in die Waagschale, um einen Auftrag über mehr als zehn Milliarden Euro zu sichern. Anleger honorieren die aggressive Strategie gegen die südkoreanische Konkurrenz mit deutlichen Kursaufschlägen.

Hier die Details der kanadischen Offensive:

  • Volumen: Kanada plant den Kauf von bis zu 12 U-Booten im Wert von über 10 Milliarden Euro.
  • Technik: TKMS bietet die Klasse 212CD an, die auch von der norwegischen Marine genutzt wird.
  • Zusatzangebot: Investitionen in Bergbau (Seltene Erden), KI-Kooperationen und Batterieproduktion.
  • Langzeitwirkung: Offset-Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 30 Jahren.

Mehr als reine Rüstungstechnik

TKMS-Chef Oliver Burkhard setzt im Wettbewerb gegen den Rivalen Hanwha Ocean auf einen ganzheitlichen Ansatz. Das Angebot geht weit über die reine Lieferung von Rüstungsgütern hinaus. Durch die Verknüpfung mit Investitionen in strategisch wichtige Sektoren wie Seltene Erden und Batterietechnik adressiert das Unternehmen gezielt die wirtschaftlichen Interessen Kanadas.

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Der Zeitpunkt für diese Offensive ist präzise gewählt. Verschärfte geopolitische Spannungen, etwa die US-Ambitionen im arktischen Raum und Handelskonflikte, treiben die Verteidigungsbudgets westlicher Staaten in die Höhe. TKMS, als Marktführer für konventionelle U-Boote mit einem Anteil von rund 70 Prozent an der NATO-Flotte, will diese Dynamik nutzen.

Konzernmutter profitiert direkt

Obwohl die Marinesparte TKMS seit dem Börsengang Ende 2025 eigenständig agiert, reagiert die Thyssenkrupp-Aktie sensibel auf diese Entwicklung. Der Grund liegt in der weiterhin bestehenden Beteiligung des Essener Traditionskonzerns an der ehemaligen Tochter. Positive Nachrichten aus Kiel schlagen sich somit direkt in der Bewertung der Muttergesellschaft nieder.

Der Markt preist die Chancen auf den Deal bereits ein: Die Aktie kletterte heute um 5,68 Prozent auf 11,07 Euro. Bereits am Vortag verzeichnete das Papier deutliche Gewinne, was zu einem Anstieg von rund 11 Prozent innerhalb von nur 48 Stunden führte. Auch die mittelfristige Entwicklung zeigt mit einem Plus von über 20 Prozent in den letzten 30 Tagen eine starke Dynamik.

Eine Entscheidung der Regierung in Ottawa wird noch im laufenden Jahr erwartet. TKMS-Chef Burkhard hat für März weitere Gespräche in Kanada angekündigt, um das Offset-Paket mit seinem Team zu finalisieren. Sollte der Zuschlag tatsächlich nach Deutschland gehen, dürfte dies den Auftragsbestand, der zuletzt bei 18 Milliarden Euro lag, massiv ausweiten und der Aktie weiteren Auftrieb verleihen.

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