Monte dei Paschi Aktie: Fusion besiegelt
Banca Monte dei Paschi di Siena macht Ernst bei der vollständigen Integration der Tochter Mediobanca. Der Verwaltungsrat gab am Mittwoch einstimmig grünes Licht für die Verschmelzung, die weitreichende Umstrukturierungen und ein Delisting der Mailänder Investmentbank zur Folge haben wird. Anleger reagierten positiv auf die Aussicht auf Millionensynergien und eine klarere Konzernstruktur.
Neue Struktur, bekannter Name
Der nun genehmigte Pfad sieht vor, dass die bisherige 86,3-prozentige Beteiligung an Mediobanca durch eine Verschmelzung zur Aufnahme vollständig in den Konzern eingegliedert wird. Um den hohen Markenwert im Beratungsgeschäft zu erhalten, soll das Corporate and Investment Banking sowie das gehobene Private Banking in eine neue, nicht börsennotierte Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Diese bleibt zu 100 % unter der Kontrolle der Gruppe und wird weiterhin unter dem Namen Mediobanca firmieren.
Hinter diesem Umbau steht ein klares wirtschaftliches Kalkül: CEO Luigi Lovaglio rechnet durch die vollständige Integration mit Synergieeffekten in Höhe von rund 700 Millionen Euro. Auch die strategisch wichtige Beteiligung von 13,2 % an Assicurazioni Generali, die derzeit von Mediobanca gehalten wird, soll innerhalb der neuen Struktur verbleiben. Wird die neue Organisation ausreichen, um diese ehrgeizigen Effizienzziele zeitnah zu erreichen?
Starke Zahlen stützen den Kurs
Die Entscheidung zur Fusion fällt in eine Phase operativer Stärke. Erst vor wenigen Tagen präsentierte das Geldhaus seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025, in dem der Nettogewinn massiv von 1,95 Milliarden Euro auf 2,75 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Diese Ertragsstärke schlägt sich auch in der Gewinnverwendung nieder: Der Verwaltungsrat hat eine Dividendenausschüttung von insgesamt über 2,6 Milliarden Euro genehmigt, was 0,86 Euro je Aktie entspricht.
Die wichtigsten Eckpunkte der Transformation:
* Vollständige Integration: Mediobanca wird mit der Muttergesellschaft verschmolzen.
* Markenerhalt: CIB- und Private-Banking-Aktivitäten bleiben unter dem Namen Mediobanca bestehen.
* Synergiepotenzial: Geplante Einsparungen und Effizienzgewinne von ca. 700 Mio. Euro.
* Kapitalstärke: Die harte Kernkapitalquote (CET 1) lag zum Jahresende bei soliden 16,2 %.
Der Kapitalmarkt quittierte die Pläne am Mittwoch mit einem Kursplus von 2,12 %. Damit setzt die Aktie ihren Erholungsversuch fort, wenngleich das Papier mit einem aktuellen Kurs von 8,61 Euro seit Jahresbeginn noch immer knapp 24 % im Minus notiert. Mit einem RSI von über 72 deutet die kurzfristige technische Lage zudem auf einen leicht überkauften Zustand hin, was nach der jüngsten Rally jedoch kaum überrascht.
Die kommenden Tage markieren nun die finale Phase der strategischen Neuordnung. Am 26. Februar 2026 wird die endgültige Genehmigung des Integrationsplans erwartet, bevor bereits am 27. Februar die offizielle Präsentation des neuen Industrieplans für den fusionierten Konzern folgt.
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