Billige Stahlimporte aus Asien zwingen Thyssenkrupp zu drastischen Maßnahmen. Der Industriekonzern legt die Produktion in seinem französischen Spezialstahlwerk für vier Monate auf Eis und richtet gleichzeitig eine deutliche Forderung an die EU-Kommission. Damit offenbart sich der immense strukturelle Druck auf europäische Hersteller bei strategisch wichtigen Komponenten.

Ruinöse Importschwemme

Von Juni bis September stehen die Bänder im Werk Isbergues vollständig still. Rund 600 Beschäftigte sind von der Maßnahme betroffen und sollen in dieser Zeit staatliche Unterstützung erhalten. Der Chef der Elektrostahl-Sparte, Angelo Di Martino, begründet den Schritt mit einer massiven Marktverzerrung.

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Seit 2022 haben sich die Importmengen nach Europa verdreifacht. Mittlerweile decken asiatische Anbieter mehr als die Hälfte des europäischen Marktvolumens ab. Die aufgerufenen Preise liegen dabei oft weit unter den hiesigen Herstellungskosten, was zu einer erheblichen Unterauslastung der europäischen Anlagen führt.

Strategisches Material in Gefahr

Dabei geht es nicht um gewöhnlichen Baustahl. Das betroffene kornorientierte Elektroband ist essenziell für die Energiewende und wird für den Stromtransport in Transformatoren sowie Windkraftanlagen verbaut. Obwohl sich der globale Bedarf bis 2050 laut Branchenprognosen verdreifachen soll, drosselt Thyssenkrupp als einer von nur noch zwei verbliebenen europäischen Herstellern die Kapazitäten. Das Management fordert nun dringend wirksame Handelsschutzmaßnahmen aus Brüssel, um faire Wettbewerbsbedingungen wiederherzustellen.

Die anhaltenden operativen Baustellen spiegeln sich deutlich in der Kursentwicklung wider. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier gut 27 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 7,79 Euro. Diese Schwäche fällt in eine ohnehin kritische Phase des Konzernumbaus, in der lediglich die Rüstungssparte Marine Systems mit einem Auftragsbestand von 19 Milliarden Euro als stabiler Anker fungiert.

Wichtige Fristen im Frühjahr

Für die weitere strategische Ausrichtung des Konzerns stehen in den kommenden Wochen konkrete Stichtage an:

  • Ende März 2026: Ablauf der Frist für nachweisbare operative Verbesserungen bei der Handelstochter Materials Services.
  • 12. Mai 2026: Vorlage des Halbjahresberichts mit substanziellen Updates zu den laufenden Verkaufsverhandlungen mit Jindal Steel.
  • 1. Juni 2026: Geplante Übertragung der HKM-Anteile an die Salzgitter AG.

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