Eutelsat Aktie: Indien als Ausweg
Eutelsat verhandelt mit der indischen Weltraumbehörde ISRO über künftige Raketenstarts — und verfolgt damit gleich zwei Ziele auf einmal. Der Satellitenbetreiber will seine Abhängigkeit von SpaceX und ArianeSpace verringern und sich gleichzeitig Zugang zu einem der wachstumsstärksten Märkte der Branche sichern.
Startkosten als Schlüsselfaktor
Der Hintergrund ist handfest kalkuliert. Von den geplanten Investitionen von rund 2 Milliarden Euro bis 2030 entfallen schätzungsweise 30 bis 40 Prozent auf Startkosten. Ein Start mit der indischen LVM3-Rakete soll laut Experten rund 55 bis 60 Millionen US-Dollar kosten — ein Preis, der im Vergleich zu westlichen Anbietern wettbewerbsfähig ist.
CEO Jean-François Fallacher bestätigte am Dienstag die Notwendigkeit einer langfristigen Diversifizierung der Startkanäle. Die Gruppe betreibt nach der Fusion mit OneWeb derzeit rund 650 Satelliten, angestrebt werden mehr als 1.000 Einheiten. Airbus fertigt bereits 440 zusätzliche Satelliten für die LEO-Konstellation. Der Bedarf an verlässlichen und bezahlbaren Startkapazitäten wächst also erheblich.
Zudem schließen die Verhandlungen eine konkrete Lücke: Seit dem Wegfall russischer Sojus-Raketen fehlen Eutelsat alternative Startoptionen. OneWeb hatte die ISRO bereits genutzt, um 72 Satelliten in den Orbit zu bringen — die aktuellen Gespräche knüpfen daran an.
Indien: Mehr als nur ein Raketenanbieter
Die strategische Dimension reicht über Startkosten hinaus. Für 2026 wird die indische Marktzulassung für Satelliteninternet erwartet. Der indische Raumfahrtmarkt soll bis 2033 auf 44 Milliarden US-Dollar anwachsen. Eine enge Kooperation mit der ISRO könnte Eutelsat einen Vorsprung beim Markteintritt verschaffen.
Die finanzielle Basis dafür ist vorhanden: Eine Refinanzierung von 5 Milliarden Euro sichert die Liquidität bis 2031. Das LEO-Segment legte im ersten Halbjahr 2025/26 um fast 60 Prozent zu. Ein formelles Abkommen mit der ISRO steht allerdings noch aus — die Verhandlungen laufen, ein Ergebnis ist offen.
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