Thyssenkrupp Aktie: Durchbruch beim Stahlverkauf?
Die Aktie klettert am Mittwoch um über 5 Prozent auf 10,04 Euro und erobert damit die psychologisch wichtige 10-Euro-Marke zurück. Der Grund: Nach jahrelangem Suchen nach einem Käufer für die Stahlsparte nimmt der Deal mit Jindal Steel International konkrete Formen an.
Gestaffelter Verkauf als Lösung
Reuters berichtet unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen von einem mehrstufigen Modell. In einem ersten Schritt würde der indische Stahlkonzern 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Weitere Tranchen könnten folgen – abhängig davon, wie die Sanierung des Geschäfts vorankommt.
Der Clou: Dieses schrittweise Vorgehen erlaubt es Thyssenkrupp, die Absicherung der Pensionslasten von 2,5 Milliarden Euro zeitlich zu strecken. Genau diese Verpflichtungen waren bei früheren Verkaufsversuchen das größte Hindernis. CEO Miguel Lopez hatte Jindal im Dezember bereits als optimalen Partner bezeichnet – allerdings auch einen Plan B in der Schublade.
Die Buchprüfung läuft noch, Details können sich ändern. Thyssenkrupp selbst äußert sich nicht zu Einzelheiten, die lediglich einen Zwischenstand darstellen könnten.
Stahlsektor im Aufwind
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Der Kurssprung kommt nicht aus heiterem Himmel. Der gesamte Stahlsektor zeigt Stärke: Salzgitter legt 2,3 Prozent zu, ArcelorMittal sogar 3 Prozent. Die Branche hofft auf EU-Schutzmaßnahmen gegen chinesische Billigimporte ab 2026. Dazu kommt Fantasie durch deutsche Infrastruktur-Milliarden und einen möglichen Wiederaufbau der Ukraine.
Morgan Stanley stufte ArcelorMittal am Mittwoch auf "Overweight" hoch – Analyst Alain Gabriel sieht Luft nach oben für die europäische Stahlproduktion. Der Kurs erreichte daraufhin ein 14-Jahres-Hoch. Für Thyssenkrupp und Salzgitter erhöhte Morgan Stanley zwar die Kursziele, bleibt aber mit "Underweight" skeptisch.
Was fehlt noch?
Ein Händler bringt es auf den Punkt: Der Stahlverkauf nimmt allmählich konkretere Formen an, aber für weitere Kursphantasie braucht es eine offizielle Bestätigung. Die Buchprüfung läuft, die Details könnten sich noch ändern – und beide Seiten ringen weiter um eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft.
Thyssenkrupp hat im Oktober bei rund 10,20 Euro ein lokales Hoch markiert. Bis dorthin ist es nicht mehr weit. Ob der Titel darüber ausbricht, dürfte davon abhängen, wie schnell Jindal und Thyssenkrupp Nägel mit Köpfen machen.
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