Der Staatsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Indien könnte für den Essener Industriekonzern zum entscheidenden Katalysator werden. Im Raum steht ein U-Boot-Auftrag mit einem Volumen von rund 8 Milliarden US-Dollar, der die Bewertung der Marine-Sparte massiv beeinflussen würde. Während politische Börsen oft kurze Beine haben, sehen Marktbeobachter hier eine konkrete Chance auf einen strategischen Durchbruch.

  • Kurs aktuell: 10,67 €
  • Entwicklung 7 Tage: +11,22 %
  • Potenzielles Auftragsvolumen: ca. 8 Mrd. USD
  • Volatilität (30 Tage): 75,49 %

Politische Rückendeckung für "Project-75I"

Die Verhandlungen um das indische Rüstungsprojekt "Project-75I" befinden sich in einer kritischen Phase. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gilt als Favorit für den Bau von sechs konventionellen U-Booten, die mit einem modernen außenluftunabhängigen Antrieb (AIP) ausgestattet werden sollen. Dieser technologische Vorsprung scheint den Ausschlag zu geben, da ein spanischer Konkurrent die technischen Anforderungen offenbar nicht erfüllen konnte.

Die Anwesenheit des Bundeskanzlers und die explizite politische Unterstützung aus Berlin signalisieren eine neue Pragmatik bei Rüstungsexporten. Dies beseitigt eine der größten Hürden vergangener Jahre. Eine offizielle Vertragsunterzeichnung während oder kurz nach der Reise würde nicht nur die Auftragsbücher auf Jahre füllen, sondern auch die geopolitische Partnerschaft mit Indien stärken, das seine Abhängigkeit von russischen Rüstungsgütern verringern will.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?

Strategische Bedeutung für den Konzernumbau

Für die Konzernmutter ist dieser Auftrag weit mehr als nur Umsatz. Thyssenkrupp befindet sich mitten in einer komplexen Neustrukturierung, bei der eine Verselbstständigung oder ein Teilverkauf der Marine-Sparte TKMS seit Längerem diskutiert wird. Ein 8-Milliarden-Dollar-Auftrag würde den Unternehmenswert dieser Einheit signifikant steigern und die Verhandlungsposition gegenüber potenziellen Investoren oder Käufern erheblich verbessern.

Der Markt preist diese Hoffnung bereits teilweise ein. Nach einem Anstieg von über 11 % in der letzten Woche notierte die Aktie zum Handelsbeginn am Dienstag bei 10,67 €. Der Relative Strength Index (RSI) von 68,2 deutet jedoch darauf hin, dass sich der Titel kurzfristig einem überkauften Bereich nähert.

Wichtiger Abschluss im Stahlhandel

Abseits des Rüstungssektors treibt der Konzern die Transformation seiner Handelssparte voran. Thyssenkrupp Materials Services vereinbarte mit dem schwedischen Unternehmen Stegra (ehemals H2 Green Steel) die Lieferung von CO2-reduziertem Stahl ab 2027. Der Vertrag umfasst ein Volumen im hohen sechsstelligen Tonnenbereich und sichert den Zugriff auf nachhaltige Werkstoffe. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Marktposition im Bereich "Green Steel" zu festigen, unabhängig davon, wie die Verkaufsgespräche für die eigene Stahlproduktion ausgehen.

Anleger sollten in den nächsten Tagen primär auf offizielle Meldungen aus Neu-Delhi achten. Eine Bestätigung des U-Boot-Deals wäre das fundamentale Signal, das den jüngsten Aufwärtstrend untermauern könnte. Bleibt die Unterschrift jedoch aus, droht aufgrund der hohen Erwartungshaltung eine rasche Korrektur.

Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...