Thyssenkrupp Aktie: Deal-Offensive
Thyssenkrupp könnte vor einem doppelten Durchbruch stehen. Während die Verhandlungen über den Verkauf der Stahlsparte an den indischen Konzern Jindal Steel in die heiße Phase gehen, steht im Marinegeschäft offenbar ein milliardenschwerer U-Boot-Auftrag aus Indien kurz vor dem Abschluss. Die Kombination beider Entwicklungen treibt die Aktie deutlich über die Marke von 10 Euro.
Die wichtigsten Fakten:
- Jindal Steel könnte zunächst 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe übernehmen
- U-Boot-Deal mit Indien im Volumen von rund 8 Milliarden Dollar rückt näher
- Aktienkurs kletterte binnen eines Monats um knapp 15 Prozent
- Hauptversammlung am 30. Januar könnte weitere Details bringen
Stahlsparte: Gestaffelter Verkauf nimmt Konturen an
Die seit Monaten laufenden Gespräche mit Jindal Steel International zeigen erstmals eine konkrete Struktur. Der indische Stahlkonzern könnte in einem ersten Schritt 60 Prozent der Anteile an Thyssenkrupp Steel Europe übernehmen. Die restlichen 40 Prozent würden vorerst beim Essener Konzern verbleiben. Diese Konstruktion soll vor allem das Problem der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro lösen – ein Knackpunkt, der frühere Verkaufsversuche scheitern ließ.
Die Due-Diligence-Prüfung läuft seit Oktober 2025. Noch im Januar wird eine hochrangige Delegation von Jindal in Duisburg erwartet, um die Verhandlungen voranzutreiben. Ein erfolgreicher Abschluss würde die Bilanz erheblich entlasten und CEO Miguel López in seinem Konzernumbau einen entscheidenden Schritt voranbringen.
Marinesparte: Milliarden-Auftrag aus Indien
Parallel entwickelt sich die Rüstungstochter Thyssenkrupp Marine Systems zum zweiten Hoffnungsträger. Der seit Längerem verhandelte U-Boot-Großauftrag aus Indien steht Berichten zufolge kurz vor dem Abschluss. Das Volumen: rund acht Milliarden Dollar für die Lieferung von sechs U-Booten. Ein Deal dieser Größenordnung würde die Auftragsbücher auf Jahre füllen.
Zusätzlich treibt TKMS die eigene Expansion voran und hat ein unverbindliches Angebot für die Übernahme der benachbarten Kieler Werft German Naval Yards abgegeben. Die seit ihrem Börsengang im MDAX gelistete Marinesparte unterstreicht damit ihre wachsende Bedeutung im Konzernportfolio.
Transformation beschleunigt sich
Die beiden strategischen Vorhaben markieren einen Wendepunkt in López' Umbauplan. Der Konzern will sich von der Abhängigkeit vom volatilen Massenstahlgeschäft lösen und stattdessen auf technologisch führende Bereiche wie Marineschiffbau und die Wasserstofftochter Nucera setzen. Ein Stahlverkauf würde finanzielle Spielräume für diese Zukunftsinvestitionen schaffen.
Der Kapitalmarkt honoriert die Fortschritte: Die Aktie notiert mit 10,29 Euro deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt. Am 30. Januar steht die Hauptversammlung an, am 12. Februar folgt der Quartalsbericht. Beide Termine dürften zeigen, ob der eingeschlagene Kurs Früchte trägt.
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