The Trade Desk Aktie: Überraschende Schwierigkeiten!
Die Aktie von The Trade Desk bleibt unter deutlichem Abgabedruck und notiert nur knapp über ihrem 52‑Wochentief. Vom Jahreshoch bei über 120 Dollar ist der Kurs weit entfernt, auch wenn das Unternehmen technologisch mit Initiativen wie OpenAds weiter vorangeht. Im Mittelpunkt stehen derzeit vor allem die schwache Kursentwicklung und mehrere neu angepasste Analystenbewertungen der vergangenen Tage.
Neue Analysteneinschätzungen
Mehrere Banken haben in kurzer Folge auf die Kursschwäche reagiert. Am 14. Januar hat BNP Paribas Exane die Beobachtung der Aktie aufgenommen. Die Einstufung lautet „Neutral“, das Kursziel liegt bei 40 US‑Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kurs um 37,13 Dollar entspricht das nur einem begrenzten Aufwärtspotenzial von rund 9 Prozent. Die Bank signalisiert damit eine aus ihrer Sicht weitgehend faire Bewertung.
Andere Häuser haben ihre bisherigen Erwartungen nach unten angepasst und sich damit an das schwächere Marktumfeld angenähert. Morgan Stanley senkte am 13. Januar das Kursziel von 50 auf 42 Dollar. Wells Fargo reduzierte bereits am 12. Januar von 47 auf 42 Dollar.
Trotz dieser Abwärtsrevisionen bleibt das Gesamtbild der Analysten laut Konsens im Bereich „Moderates Buy“. Auffällig ist dabei die Anhebung von Cannonball Research, die die Aktie am 14. Januar auf „Strong Buy“ hochgestuft haben.
Technisches Bild und Marktdaten
Charttechnisch zeigt sich ein klarer Abwärtstrend. Der Kurs liegt deutlich unter der 200‑Tage‑Linie, was klassisch als Zeichen für ein belastetes Sentiment gilt.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- Aktueller Kurs: ca. 37,13 US‑Dollar
- 52‑Wochen-Spanne: 35,65 – 126,20 US‑Dollar
- Marktkapitalisierung: rund 17,95 Mrd. US‑Dollar
- Kursziel BNP Paribas Exane: 40,00 US‑Dollar
- Kursziel Morgan Stanley: 42,00 US‑Dollar
Die Nähe zum 52‑Wochentief bei 35,65 Dollar gilt als heikle Zone. Ein Rutsch darunter könnte zusätzlichen technischen Verkaufsdruck auslösen. Etwas Unterstützung kommt von einem genehmigten Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. Dollar, was rund 2,1 % des ausstehenden Kapitals entspricht und punktuell Nachfrage liefern kann.
OpenAds als strategische Weichenstellung
Parallel zur Kursschwäche treibt The Trade Desk seine Plattformstrategie voran. Im Januar 2026 hat das Unternehmen für seine OpenAds-Auktionsumgebung die Unterstützung mehrerer großer internationaler Publisher gewonnen. Dazu zählen unter anderem AccuWeather, BuzzFeed, The Guardian, Hearst und Newsweek.
Ziel von OpenAds ist ein transparenteres und direkteres Auktionsverfahren im digitalen Werbemarkt. Durch die Reduzierung intransparenter Zwischenstufen soll der Mehrwert für Werbekunden und Publisher steigen. Strategisch ist das ein klarer Ausbau der Position im Adtech-Ökosystem, kurzfristig dominiert an der Börse aber die Diskussion um Bewertung und Wachstumstempo.
Fundamentale Lage und Ausblick
Der Blick richtet sich nun auf die nächsten Quartalszahlen, die im Februar erwartet werden. Im dritten Quartal 2025 erzielte The Trade Desk Erlöse von 739,4 Mio. Dollar, ein Plus von 17,7 % im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,45 Dollar über den Prognosen.
Trotz dieser soliden Daten hat die Aktie zuletzt nicht von den Zahlen profitiert. Ausschlaggebend sind vor allem eine sektorweite Rotation sowie veränderte Wachstumserwartungen für 2026, die das Bewertungsniveau unter Druck setzen.
Damit stehen Anleger aktuell vor einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen deutliche Kaufempfehlungen wie das „Strong Buy“ von Cannonball Research, auf der anderen Seite die reduzierten Kursziele großer Investmentbanken. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte in den kommenden Wochen sein, ob die Zone zwischen 35 und 37 Dollar verteidigt wird und die Februar-Zahlen die zuletzt gesenkten Erwartungen rechtfertigen.
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