JPMorgan hat Infineon von „Neutral" auf „Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben. Das reichte am Montag für die stärkste Tagesperformance im TecDAX. Hinter dem Upgrade steckt eine konkrete These — keine allgemeine Brancheneuphorie.

KI-Stromversorgung als Wachstumstreiber

Das zentrale Argument von Analyst Sandeep Deshpande dreht sich um den explodierenden Strombedarf moderner KI-Rechenzentren. JPMorgan sieht Infineon als bevorzugten Profiteur des Wechsels zu neuen Stromarchitekturen und einer zunehmenden Durchdringung vertikaler Stromversorgungslösungen — ein Trend, der gegen Ende des Geschäftsjahres 2026 und Anfang 2027 an Fahrt aufnehmen soll.

Gleichzeitig hebt die Bank hervor, dass Infineons langjährige Erfahrung im Rechenzentrum- und Servergeschäft eine hohe Kundenbindung erzeugt. Neue Wettbewerber hätten es schwer, diesen Vorteil kurzfristig zu untergraben.

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Automobilsparte: Erholung in Sicht?

Neben dem KI-Argument stützt JPMorgan seine Einschätzung auf eine mögliche Wende im Automobilsegment. Die Bank geht davon aus, dass das Schlimmste für Infineon in Europa hinter ihm liegt und die Saisonalität in China ab sofort unterstützend wirken sollte.

Die jüngsten Quartalszahlen liefern dafür erste Belege: Im ersten Quartal 2025/26 übertraf Infineon mit einem Umsatz von 3,66 Milliarden Euro die Erwartungen. Für das laufende zweite Quartal peilt das Management rund 3,8 Milliarden Euro an.

Breite Analystenunterstützung

Die Hochstufung fügt sich in eine ohnehin bullische Analystenmehrheit ein: 21 von 24 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 49,48 Euro. Der Konsens erwartet für 2026 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro — etwa 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 1,61 Euro, mehr als doppelt so viel wie im Geschäftsjahr 2025.

Trotz der positiven Dynamik notiert die Aktie aktuell bei rund 38 Euro und damit noch knapp 19 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs. Am 5. Mai veröffentlicht Infineon die Zahlen für das zweite Quartal — dann wird sich zeigen, ob die von JPMorgan skizzierte Erholung in den Kennzahlen tatsächlich sichtbar wird.

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