Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS bereitet sich auf seinen für diesen Sommer geplanten Börsengang vor und richtet sein Geschäftsmodell neu aus. Statt sich rein auf traditionelle Panzer und Artillerie zu verlassen, wandelt sich das Unternehmen zunehmend zum Anbieter vernetzter digitaler Kampfsysteme. Dieser strategische Schwenk soll potenziellen Investoren eine neue Wachstumsstory bieten, während im Hintergrund bereits der deutsche Staat über die KfW eine Beteiligung prüft.

Vernetzte Systeme für die Zukunft

Um sich im wachsenden europäischen Rüstungsmarkt zu behaupten, investiert KNDS massiv in die Forschung. Mittlerweile arbeiten mehr als 20 Prozent der Belegschaft in acht spezialisierten Zentren an der Entwicklung autonomer und vernetzter Waffensysteme. Ein konkretes Beispiel ist die Kooperation mit TYTAN Technologies zur Abwehr von Drohnenangriffen auf Landfahrzeuge.

Gleichzeitig treibt die französische Sparte die Entwicklung der autonomen Munitionsfamilie „Mataris“ voran. Diese Systeme sollen Ziele in bis zu 100 Kilometern Entfernung erreichen und lassen sich über eine offene Architektur direkt in bestehende digitale Kommandostrukturen integrieren. Ziel dieser Informationstechnologie ist es, die militärische Entscheidungsfindung durch eine schnellere Verarbeitung von Gefechtsdaten erheblich zu beschleunigen.

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Fahrplan für das Milliarden-Listing

Parallel zur technologischen Neuausrichtung hält CEO Jean-Paul Alary an den Plänen für das diesjährige Börsendebüt fest. Bankenkreise rechnen für Juni oder Juli mit einem doppelten Listing in Paris und Frankfurt, das den Konzern mit rund 20 Milliarden Euro bewerten könnte. Etwa ein Viertel der Anteile soll dabei in den Streubesitz übergehen.

Das Management plant, im Zuge dessen frisches Kapital für weitere Investitionen und mögliche Zukäufe einzusammeln. Die finanzielle Basis dafür ist solide: Allein im Jahr 2024 verbuchte KNDS neue Aufträge im Wert von 11,2 Milliarden Euro, was den gesamten Auftragsbestand auf 23,5 Milliarden Euro anwachsen ließ. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 3,8 Milliarden Euro.

Der Staat sichert sich ab

Eine besondere Dynamik erhält der geplante Börsengang durch die Eigentümerstruktur. Die deutschen Familienaktionäre beabsichtigen, ihren derzeitigen Anteil von 50 Prozent im Rahmen des IPOs signifikant zu reduzieren. Um den strategischen Einfluss der Bundesregierung auf den Rüstungshersteller zu wahren, prüft die staatliche Förderbank KfW gemeinsam mit JPMorgan derzeit den Erwerb eines Aktienpakets.

Mit 24 europäischen Armeen als Bestandskunden verfügt KNDS bereits über eine breite Basis, um seine neuen softwarezentrierten Systeme zu vermarkten. Der anvisierte Börsengang wird dem Unternehmen die nötige Liquidität verschaffen, um die industriellen Kapazitäten auszubauen und die digitale Transformation im europäischen Rüstungssektor mit den frischen Mitteln weiter voranzutreiben.

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