The Trade Desk Aktie: Druck wächst weiter
Die Aktie von The Trade Desk kommt einfach nicht zur Ruhe. Seit fünf Handelstagen kennen die Papiere nur eine Richtung: abwärts. Während rund 1,6 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet wurden, rückt ein mächtiger Konkurrent in den Fokus, der das Geschäftsmodell bedroht. Anleger stellen sich die Frage: Wie gefährlich wird die Offensive von Amazon wirklich?
Amazon sorgt für Gegenwind
Der Hauptgrund für den aktuellen Verkaufsdruck ist struktureller Natur. Amazons aggressive Expansion im Bereich der Demand-Side-Platforms (DSP) setzt das Kerngeschäft von The Trade Desk unter Druck. Der E-Commerce-Riese nutzt seine gewaltigen Mengen an exklusiven Kundendaten („First-Party Data“), um Werbekunden anzulocken – ein Vorteil, den unabhängige Plattformen nur schwer kontern können.
Diese Sorgen um Marktanteilsverluste spiegeln sich deutlich in den jüngsten Analysen wider. Innerhalb von nur 48 Stunden kürzten gleich mehrere Investmentbanken ihre Kursziele. Morgan Stanley und Wells Fargo senkten ihre Erwartungen auf 42 US-Dollar, während Wolfe Research das Ziel von 60 auf 45 US-Dollar zusammenstrich. Zwar liegt das durchschnittliche Kursziel noch immer über dem aktuellen Niveau, doch der Trend zur Vorsicht ist unübersehbar.
Ein Jahr zum Vergessen
Die Stimmung ist bereits seit Längerem angeschlagen. Nachdem die Aktie im Dezember 2025 den prestigeträchtigen Nasdaq-100 verlassen musste, summiert sich der Kursverlust auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile auf drastische 68 Prozent. Auch im neuen Jahr hinkt der Titel mit einem Minus von rund 3 Prozent dem Gesamtmarkt hinterher.
Zudem verschärft sich der Wettbewerb nicht nur durch Amazon. Auch unabhängige Ad-Tech-Akteure wie PubMatic und Magnite kämpfen aggressiv um Werbebudgets im Streaming-Bereich. PubMatic meldete zuletzt ein Wachstum von fast 50 Prozent im CTV-Segment, was den Konkurrenzkampf weiter anheizt.
Hoffnungsträger KI und Streaming
Doch es gibt nicht nur Schatten. Das Geschäft mit Connected TV (CTV) wächst bei The Trade Desk weiterhin am schnellsten und macht fast die Hälfte der Umsätze aus. Zudem zeigt die KI-Plattform „Kokai“ erste Erfolge: Sie liefert laut Unternehmensangaben messbar bessere Kostenstrukturen für Werbekunden. Die jüngste Bekanntgabe von neuen OpenAds-Partnern am 6. Januar unterstreicht zudem den Willen, die Position im offenen Internet gegen die geschlossenen Systeme der Tech-Giganten zu verteidigen.
Die entscheidende Bewährungsprobe steht am 11. Februar 2026 an. Bei der Vorlage der Quartalszahlen muss das Management beweisen, dass es trotz der Amazon-Konkurrenz profitabel wachsen kann. Dieser Termin markiert einen kritischen Wendepunkt, an dem sich zeigen wird, ob die mittlerweile deutlich günstigere Bewertung eine Einstiegschance darstellt oder ob die strukturellen Risiken überwiegen.
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