The Trade Desk hat am Mittwoch mit einem Kurssprung von über 18 Prozent den besten Handelstag seit Jahren erlebt. Auslöser waren Berichte über mögliche Werbepartnerschaft-Gespräche mit OpenAI – und ein massiver Aktienkauf durch CEO Jeff Green. Der Gründer investierte rund 148 Millionen Dollar in eigene Aktien und setzte damit ein deutliches Signal.

OpenAI als potenzieller Game-Changer

Laut Medienberichten von The Information führt The Trade Desk frühe Gespräche mit OpenAI über die Verwaltung von Werbeverkäufen auf dessen Plattformen. Erst im Februar hatte OpenAI erstmals Werbung auf ChatGPT geschaltet. Nun scheint das KI-Unternehmen diese Aktivitäten schnell skalieren zu wollen – und erwägt offenbar eine Partnerschaft mit einem etablierten Player, statt alles intern aufzubauen.

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Der Markt wertete die Nachricht als Bestätigung, dass The Trade Desk sich als unverzichtbare Infrastruktur für KI-gestützte Werbung etabliert. Analysten von Trefis sprachen von einem möglichen Zugang zu „erstklassigem, schnell wachsendem Werbeinventar". Das könnte die Wachstumssorgen der vergangenen Monate in den Hintergrund drängen.

Rekordkauf in schwieriger Phase

CEO Jeff Green erwarb zwischen dem 2. und 4. März insgesamt 6 Millionen Aktien zu Preisen zwischen 23,49 und 25,08 Dollar. Es ist der erste größere Insider-Kauf bei The Trade Desk seit über einem Jahr – nach einer langen Phase von Verkäufen oder Inaktivität auf Führungsebene.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Die Aktie hatte in den zwölf Monaten zuvor rund 63 Prozent verloren und zählte damit zu den schwächsten S&P-500-Werten. Erst Ende Februar wurde bei 21,08 Dollar ein neues Jahrestief markiert. Das Umsatzwachstum verlangsamte sich in den vergangenen fünf Quartalen kontinuierlich – zuletzt auf nur noch 10,1 Prozent für Q1 2026, nach 25 Prozent im Vorjahresquartal.

Geteilte Analystenmeinungen

Von 39 Analysten empfehlen derzeit 21 die Aktie mit „Halten" oder schlechter. KeyBanc senkte das Kursziel Anfang März von 40 auf 35 Dollar, Piper Sandler von 50 auf 28 Dollar. Beide Häuser halten an ihren vorsichtigen Einschätzungen fest.

Trefis warnte, dass eine Bestätigung der OpenAI-Gespräche durch größere Medien oder Analyst-Upgrades entscheidend sei, um die Rally zu stützen. Scheitern die Verhandlungen oder erweisen sich als weniger konkret als erhofft, könnte der Schwung schnell verpuffen.

Neue Plattform-Initiative

Parallel zu den OpenAI-Berichten stellte The Trade Desk am Mittwoch OpenTTD vor – eine Plattform, die Werbetreibenden zentralisierten Zugang zu Datenlösungen im eigenen Ökosystem bieten soll. Der Schritt unterstreicht das Bestreben, sich als offene, interoperable Infrastrukturschicht für die digitale Werbeindustrie zu positionieren.

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob sich aus den OpenAI-Gesprächen ein belastbares Geschäft entwickelt. Bestätigung der Partnerschaft und konkrete Umsatzbeiträge sind die Messlatte, an der sich die aktuelle Bewertung messen lassen muss.

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