Die The Payments Group Holding gab am Samstag bekannt, dass die geplante Mehrheitsübernahme der gleichnamigen Zielgesellschaft nicht weiterverfolgt wird. Nach monatelangen Verhandlungen – begonnen am 24. November 2025 – scheiterten Anpassungen der Transaktionsstruktur, insbesondere der Wegfall einer Barkomponente. Kann das Management die große Bewertungslücke zwischen Börsenkurs und ausgewiesenem Net Asset Value schließen?

  • Scheitern der Übernahme: Verhandlungen für Anpassungen der Deal-Struktur blieben ergebnislos.
  • Kursreaktion: Freitagsschluss auf Xetra minus 13,10% bei 0,398 Euro; Geld/Brief zuletzt 0,40/0,45 Euro.
  • NAV-Angabe Management: ca. 1,50 Euro je Aktie (Basis: 11,4 Mio. ausstehende Aktien).
  • Relevante Assets: 35% Beteiligung an AuctionTech; Forderungen gegen SGT Capital von 6,0 Mio. Euro plus 1,7 Mio. Euro Schadensersatz.

Warum die Übernahme scheiterte

Die Parteien konnten die geforderte Anpassung der Konditionen nicht vereinbaren. Konkret betraf das die Abkehr von einer Barkomponente und die Neuverteilung von Aktien als Gegenleistung. Folge: Der geplante Transfer von 19–23 Millionen eigener Aktien sowie eine Platzierung weiterer neuer Aktien zur Finanzierung entfallen. Statt einer Mehrheit sollen nun nur noch Minderheitsbeteiligungen thematisiert werden, die wirtschaftlich vorerst keine vergleichbare Wirkung entfalten.

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Das Management kündigte eine umfassende strategische Neuausrichtung an und will die Prioritäten auf Verwaltung und Verwertung bestehender Vermögenswerte legen.

Bewertungslücke und Ausblick

Die deutlich niedrigere Marktbewertung spiegelt Zweifel wider, ob die ausgewiesenen Assets tatsächlich realisierbar sind. Entscheidend sind zwei Faktoren: die Durchsetzbarkeit der Forderungen gegen SGT Capital und die Entwicklung der AuctionTech-Beteiligung. Gelingt beides nicht kurzfristig, bleibt die Skepsis im Markt bestehen.

Für den Handelsstart am Montag ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Technisch ist die Zone um 0,40 Euro nun maßgeblich; ein Bruch könnte zusätzliche Abgaben nach sich ziehen. Umgekehrt würde eine glaubwürdige Fortschreibung der Forderungsdurchsetzung oder positive Nachrichten zur AuctionTech-Beteiligung die Bewertungsdifferenz verkleinern.

Konkrete Schritte des Managements sind angekündigt: Vorlage einer Umfirmierung bei der nächsten Hauptversammlung und Fokus in den kommenden Monaten auf die Durchsetzung der genannten Forderungen sowie die Entwicklung der AuctionTech-Beteiligung. Anleger und Marktteilnehmer werden kurzfristig vor allem diese Entwicklungen sowie mögliche Nachrichten über die Realisierbarkeit der Forderungen gegen SGT Capital beobachten.

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