Tesla Aktie: Warnsignale aus China
Während CEO Elon Musk weiterhin aggressive Zeitpläne für Robotaxis und humanoide Roboter präsentiert, holt die operative Realität den Elektroautobauer ein. Berichte über neue Unfälle im autonomen Testbetrieb und ein massiver Absatzeinbruch im wichtigen chinesischen Markt setzen die Aktie unter Druck. Anleger müssen nun abwägen: Können die langfristigen Visionen die aktuellen operativen Schwächen kompensieren?
Sicherheitsbedenken treffen auf Zukunftsvisionen
Neue Daten der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA sorgen für Unruhe unter Investoren. Im Januar 2026 wurden fünf weitere Unfälle mit Teslas Robotaxi-Dienst in Austin gemeldet, womit die Gesamtzahl seit Start des Programms auf 14 steigt. Diese Vorfälle werfen erneut Fragen zur Marktreife der autonomen Fahrtechnologie auf.
Ungeachtet dieser Berichte bekräftigte Elon Musk auf der Plattform X seine ambitionierten Pläne. Der Produktionsstart für das "Cybercab", ein autonomes Fahrzeug ohne Pedale und Lenkrad, ist weiterhin für April vorgesehen. Zudem plant Tesla offenbar, Produktionskapazitäten der Modelle S und X im Werk Fremont zugunsten des humanoiden Roboters "Optimus" umzuwidmen. Musk prognostiziert, dass dieses Projekt ab 2029 einen signifikanten Einfluss auf das Geschäft haben wird.
Massive Probleme im Reich der Mitte
Die wohl schwerwiegendste Belastung für den Kurs resultiert jedoch aus China. Die dortigen Inlandsverkäufe brachen im Januar 2026 um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein – der tiefste Stand seit über drei Jahren.
Verschärft wird die Situation durch negative Schlagzeilen. Chinesische staatsnahe Medien verbreiteten Berichte über einen Tesla Model Y, der auf der Autobahn angeblich vollständig die Energie verlor. Solche viralen Geschichten in sozialen Medien belasten das Markenimage in einem ohnehin hart umkämpften Marktumfeld zusätzlich.
Gegenmaßnahmen im US-Markt
Um der nachlassenden Nachfrage entgegenzuwirken, setzt Tesla im Heimatmarkt USA auf aggressive Finanzierungsangebote. Für das Model 3 lockt der Konzern nun mit einem effektiven Jahreszins von 0,99 Prozent bei Laufzeiten von bis zu 72 Monaten.
Die gemischte Nachrichtenlage spiegelt sich auch im Verhalten institutioneller Investoren wider. Morgan Stanley reduzierte seine Tesla-Position im dritten Quartal in Folge, auch wenn der Titel weiterhin zu den größten Positionen der Investmentbank zählt. Die Aktie, die aktuell bei rund 412 US-Dollar notiert, verlor auf Wochensicht rund 3 Prozent an Wert.
Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob Tesla den für April angekündigten Produktionsstart des Cybercab tatsächlich einhalten kann. Eine Verzögerung würde angesichts der realen Absatzprobleme in China das Vertrauen in Musks Zeitpläne weiter beschädigen.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








