Tesla Aktie: Mehrere Baustellen, ein Ziel
Tesla navigiert durch eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenlage. Regulatorische Freigaben, starke China-Daten und der Anlauf der Cybercab-Produktion treffen auf schwächelnde Kernfinanzen — ein Bild, das die tief gespaltene Analystengemeinde widerspiegelt.
SpaceX-Beteiligung: Musk verknüpft seine Imperien
Die strukturell bedeutendste Entwicklung der Woche: Tesla hat die behördliche Genehmigung erhalten, seine ursprünglich zwei Milliarden Dollar schwere Investition in Elon Musks KI-Unternehmen xAI in eine Minderheitsbeteiligung an SpaceX umzuwandeln. Grundlage ist eine FTC-Einreichung vom 11. März 2026. Hintergrund ist die Übernahme von xAI durch SpaceX — Teslas Kapital wandert damit automatisch in den Raketenkonzern, der Analysten zufolge eine Beteiligung von unter einem Prozent darstellt.
Die Transaktion ist nicht unumstritten. Tesla-Aktionäre haben Musk wegen Verletzung seiner Treuepflicht verklagt — der Vorwurf: Er habe KI-Talente und Ressourcen von Tesla zugunsten seiner privaten Unternehmen abgezogen. Die FTC-Genehmigung räumt zwar eine wichtige regulatorische Hürde aus dem Weg, löst die Interessenkonflikte aber nicht auf.
China-Absatz erholt sich, Cybercab nimmt Fahrt auf
Aus China kamen konstruktive Signale. Teslas dort produzierte Fahrzeuge verzeichneten in den ersten zwei Monaten des Jahres ein Absatzplus von über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum — 127.728 Einheiten gegenüber 93.926 im Vorjahr. Bemerkenswert: Hauptkonkurrent BYD meldete für denselben Zeitraum rückläufige Zahlen.
Parallel dazu läuft die Cybercab-Produktion im texanischen Gigafactory an. Das erste Serienfahrzeug wurde bereits produziert, der vollständige Hochlauf ist für April geplant. Das Fahrzeug kommt ohne Lenkrad und Pedale aus und setzt vollständig auf Teslas Full Self-Driving-System. Allerdings erfordern US-Bundesvorschriften derzeit noch entsprechende Sicherheitsausstattung — Tesla beantragt Sonderausnahmegenehmigungen. Musk hat zudem darauf hingewiesen, dass der Produktionsanlauf wegen der Vielzahl neuer Komponenten zunächst langsam verlaufen dürfte.
Finanzen: Starker Cashflow, schwache Margen
Das Finanzbild für das Geschäftsjahr 2025 ist gemischt. Der Umsatz sank leicht auf 94,8 Milliarden Dollar, der Nettogewinn brach um 46,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar ein. Die Nettomarge lag bei 4,0 Prozent — ein Rückgang von 3,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Auf der Habenseite: Der freie Cashflow stieg um 73,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Die Zahl aktiver FSD-Nutzer wuchs um 38 Prozent auf 1,1 Millionen, und das Energie- und Speichergeschäft legte um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zu — ein Segment, das zunehmend an Gewicht gewinnt.
Analysten uneins, Aktie unter Druck
Die Analystengemeinde ist selten so gespalten wie bei Tesla. Unter 27 Analysten lautet der Konsens derzeit „Halten" — doch die Kurszielspanne reicht von 25,28 Dollar (Gordon Johnson, GLJ Research) bis 600 Dollar (Dan Ives, Wedbush). Die Aktie notiert aktuell rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn knapp neun Prozent verloren.
Die Q1-Auslieferungszahlen werden Anfang April erwartet — zeitgleich mit dem geplanten Cybercab-Produktionsstart. Beide Datenpunkte werden zeigen, ob Teslas Transformation vom Autobauer zum KI- und Energiekonzern operativ Fahrt aufnimmt.
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